Biblia germanica
Biblia germanica -
Biblia Germanica. Neunte Deutsche Bibel. Fragment. Mit 16 (st. 109) kolor. Holzschnitten. Durchgehend in Rot oder Blau bzw. Rot und Blau eingemalte Initialen.
[Nürnberg, A. Koberger, 17. Feb. 1483.] Folio (40,5 × 28,5 cm). 75 (von 583) Bll. 2 Spalten, 50 Zeilen. Gotische Type. Späterer Pergamenteinband mit handschriftlichem Rückentitel.
GW 4303 - Hain 3137 - Goff B 362 - BMC II, 424 - Bibelslg. Württ. LB, E 22 - Schreiber 346 - Schramm XVII, S. 3 u. 8 (Abb. in VIII, 358-472) - Fairfax Murray 63 - Eichenberger/Wendland, Deutsche Bibeln vor Luther, Hamburg 1977, S. 91ff. - Fragment der ersten in Nürnberg gedruckten deutschen Bibel, berühmt für ihre Illustrationen. Die Stöcke waren von Koberger aus der Holzschnittfolge zu den im Handel kaum auffindbaren Quentell-Bibeln von 1478/79 erworben worden. Die Schnitte, vom "Meister der Kölner Bibel" nach niederländischen Vorbildern entworfen, "wirkten bis Lübeck und Venedig, zeitlich bis weit ins 16. Jahrhundert, und die Illustrationen zur Apokalypse beeinflußten Dürers Holzschnittfolge" (v. Arnim). "Durch die breiten, querformatigen Bilder, die Verwendung einer gefälligen neuen Druckschrift, durch reiche Rubrizierung und häufig sehr schönes Kolorit, das teilweise schon im Verlag vorgenommen wurde, bot diese Bibel äußerlich ein Erscheinungsbild, das durch seine Pracht und Lebendigkeit viele Betrachter und Leser begeistern konnte. Auch heute noch wird die Koberger-Bibel als typische Bibel der Inkunabelzeit angesehen" (Eichenberger-Wendland, Deutsche Bibeln vor Luther, S. 91ff.). - Die Kollation der enthaltenen biblischen Bücher sowie der darin vorhandenen Holzschnitte lautet wie folgt: Buch Tobias (3), Buch Judith (1), Buch Esther (1), Buch Hiob (2), Psalter (1), Offenbarung (8). - Wenige Restaurierungsspuren; einige Bll. mit hinterlegten Einrissen oder Falzverstärkungen. Minimal gebräunt sowie stellenweise wasser- oder stockfleckig an den Rändern. Insgesamt in guter Erhaltung. - Modernes Exlibris auf Spiegel.
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Biblia Germanica. Neunte Deutsche Bibel. Fragment. Mit 16 (st. 109) kolor. Holzschnitten. Durchgehend in Rot oder Blau bzw. Rot und Blau eingemalte Initialen.
[Nürnberg, A. Koberger, 17. Feb. 1483.] Folio (40,5 × 28,5 cm). 75 (von 583) Bll. 2 Spalten, 50 Zeilen. Gotische Type. Späterer Pergamenteinband mit handschriftlichem Rückentitel.
GW 4303 - Hain 3137 - Goff B 362 - BMC II, 424 - Bibelslg. Württ. LB, E 22 - Schreiber 346 - Schramm XVII, S. 3 u. 8 (Abb. in VIII, 358-472) - Fairfax Murray 63 - Eichenberger/Wendland, Deutsche Bibeln vor Luther, Hamburg 1977, S. 91ff. - Fragment der ersten in Nürnberg gedruckten deutschen Bibel, berühmt für ihre Illustrationen. Die Stöcke waren von Koberger aus der Holzschnittfolge zu den im Handel kaum auffindbaren Quentell-Bibeln von 1478/79 erworben worden. Die Schnitte, vom "Meister der Kölner Bibel" nach niederländischen Vorbildern entworfen, "wirkten bis Lübeck und Venedig, zeitlich bis weit ins 16. Jahrhundert, und die Illustrationen zur Apokalypse beeinflußten Dürers Holzschnittfolge" (v. Arnim). "Durch die breiten, querformatigen Bilder, die Verwendung einer gefälligen neuen Druckschrift, durch reiche Rubrizierung und häufig sehr schönes Kolorit, das teilweise schon im Verlag vorgenommen wurde, bot diese Bibel äußerlich ein Erscheinungsbild, das durch seine Pracht und Lebendigkeit viele Betrachter und Leser begeistern konnte. Auch heute noch wird die Koberger-Bibel als typische Bibel der Inkunabelzeit angesehen" (Eichenberger-Wendland, Deutsche Bibeln vor Luther, S. 91ff.). - Die Kollation der enthaltenen biblischen Bücher sowie der darin vorhandenen Holzschnitte lautet wie folgt: Buch Tobias (3), Buch Judith (1), Buch Esther (1), Buch Hiob (2), Psalter (1), Offenbarung (8). - Wenige Restaurierungsspuren; einige Bll. mit hinterlegten Einrissen oder Falzverstärkungen. Minimal gebräunt sowie stellenweise wasser- oder stockfleckig an den Rändern. Insgesamt in guter Erhaltung. - Modernes Exlibris auf Spiegel.