Market Analytics
Search Price Results
Wish

LOT 241

Giovanni Paolo Panini, 1691 Piacenza – 1765 Rom, RÖMISCHES RUINENCAPRICCIO MIT FIGURENSTAFFAGE

[ translate ]

Öl auf Leinwand.
41 x 144 cm.

Beigegeben eine Expertise von Giuliano Briganti.

Fantastische Ruinenlandschaft mit antiken römischen Bauwerken. Das Bildformat zeigt, dass das Gemälde für eine Supraport-Ausstattung geschaffen wurde. In diesem Breitformat fand der Maler allerdings Gelegenheit, nahezu eine Panoramaansicht zu bieten. Dabei zeigt die Darstellung keineswegs reale Gegebenheiten des alten Rom, sondern vielmehr höchst fantasievoll komponierte Versatzstücke, die bereits der Romantik vorweggenommene Idealansichten liefern sollten, was die Bezeichnung Capriccio rechtfertigt. Die artifizielle Zusammenstellung bedeutender Monumente des Altertums ist in der italienischen Malerei mit Panini und Piranesi, dann in der französischen Malerei mit Hubert Robert zum beliebten Bildthema geworden. Gezeigt werden in idealisierter Zusammenstellung mehrere bekannte Bauten, wie im Zentrum das Kolosseum, dahinter ragt ein Obelisk auf, Säulen des Forums, oder die fantastische Rekonstruktion eines Tempels mit darinstehender Steinfigur. Rechts Kastor und Pollux mit ihren Pferden. Die Mitte der Darstellung zeigt uns einen kleinen, auf Stufen erhöhten überkuppelten Bau.
Von besonderem Reiz – in der Bildgestaltung wie im farblich-malerischen Effekt – die im Vordergrund scheinbar verstreut liegenden bauplastischen Elemente, Gesimsstücke sowie ein großes Bildrelief, das farbvariierend wiedergegeben ist und die spätnachmittägliche Lichtstimmung mitreflektiert, die über der gesamten Szenerie liegt. Belebung der Ruinenlandschaft durch eine Gruppe sitzender und bewegter Figuren. A.R.

Anmerkung:
Zum Vergleich siehe „Capriccio con rovine e figure“, Parma, Sammlung Gianni Barilla.

Literatur:
Vgl. Pietro Zampetti, I vedutisti veneziani del settecento, Ausstellungskataglog Palazzo Ducale, Venedig 1967, S. 54 ff., Abb. S. 66/67 und 68.
Vgl. Fernando Arisi, Giovanni Paolo Panini 1691-1765, Werkverzeichnis, Mailand 1993, S. 470, Nr. 481 und 482.
Vgl. Leandro Ozzola, Gian Paolo Pannini, pittore, Turin 1921. (1381621) (11)

Giovanni Paolo Panini,
1691 Piacenza – 1765 Rome

CAPRICCIO OF ROMAN RUINS WITH FIGURAL STAFFAGE

Oil on canvas.
41 x 144 cm.

Accompanied by an expert‘s report by Giuliano Briganti.

Literature:
cf. Pietro Zampetti, I vedutisti veneziani del settecento, exhibition catalogue Palazzo Ducale, Venice 1967, pp 54, ill. p. 66/67 and 68.
cf. Fernando Arisi, Giovanni Paolo Panini 1691 – 1765, catalogue raisonné, Milan 1993, p. 470, nos. 481 and 482.
cf. Leandro Ozzola, Gian Paolo Pannini, pittore, Turin 1921.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

[ translate ]

View it on
Estimate
Unlock
Time, Location
07 Dec 2023
Germany, Munich
Auction House
Unlock

[ translate ]

Öl auf Leinwand.
41 x 144 cm.

Beigegeben eine Expertise von Giuliano Briganti.

Fantastische Ruinenlandschaft mit antiken römischen Bauwerken. Das Bildformat zeigt, dass das Gemälde für eine Supraport-Ausstattung geschaffen wurde. In diesem Breitformat fand der Maler allerdings Gelegenheit, nahezu eine Panoramaansicht zu bieten. Dabei zeigt die Darstellung keineswegs reale Gegebenheiten des alten Rom, sondern vielmehr höchst fantasievoll komponierte Versatzstücke, die bereits der Romantik vorweggenommene Idealansichten liefern sollten, was die Bezeichnung Capriccio rechtfertigt. Die artifizielle Zusammenstellung bedeutender Monumente des Altertums ist in der italienischen Malerei mit Panini und Piranesi, dann in der französischen Malerei mit Hubert Robert zum beliebten Bildthema geworden. Gezeigt werden in idealisierter Zusammenstellung mehrere bekannte Bauten, wie im Zentrum das Kolosseum, dahinter ragt ein Obelisk auf, Säulen des Forums, oder die fantastische Rekonstruktion eines Tempels mit darinstehender Steinfigur. Rechts Kastor und Pollux mit ihren Pferden. Die Mitte der Darstellung zeigt uns einen kleinen, auf Stufen erhöhten überkuppelten Bau.
Von besonderem Reiz – in der Bildgestaltung wie im farblich-malerischen Effekt – die im Vordergrund scheinbar verstreut liegenden bauplastischen Elemente, Gesimsstücke sowie ein großes Bildrelief, das farbvariierend wiedergegeben ist und die spätnachmittägliche Lichtstimmung mitreflektiert, die über der gesamten Szenerie liegt. Belebung der Ruinenlandschaft durch eine Gruppe sitzender und bewegter Figuren. A.R.

Anmerkung:
Zum Vergleich siehe „Capriccio con rovine e figure“, Parma, Sammlung Gianni Barilla.

Literatur:
Vgl. Pietro Zampetti, I vedutisti veneziani del settecento, Ausstellungskataglog Palazzo Ducale, Venedig 1967, S. 54 ff., Abb. S. 66/67 und 68.
Vgl. Fernando Arisi, Giovanni Paolo Panini 1691-1765, Werkverzeichnis, Mailand 1993, S. 470, Nr. 481 und 482.
Vgl. Leandro Ozzola, Gian Paolo Pannini, pittore, Turin 1921. (1381621) (11)

Giovanni Paolo Panini,
1691 Piacenza – 1765 Rome

CAPRICCIO OF ROMAN RUINS WITH FIGURAL STAFFAGE

Oil on canvas.
41 x 144 cm.

Accompanied by an expert‘s report by Giuliano Briganti.

Literature:
cf. Pietro Zampetti, I vedutisti veneziani del settecento, exhibition catalogue Palazzo Ducale, Venice 1967, pp 54, ill. p. 66/67 and 68.
cf. Fernando Arisi, Giovanni Paolo Panini 1691 – 1765, catalogue raisonné, Milan 1993, p. 470, nos. 481 and 482.
cf. Leandro Ozzola, Gian Paolo Pannini, pittore, Turin 1921.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

[ translate ]
Estimate
Unlock
Time, Location
07 Dec 2023
Germany, Munich
Auction House
Unlock