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LOT 238

Giuseppe Bernardino Bison, 1762 Palmanova – 1844 Mailand, DIE MOLE AM CANAL GRANDE MIT BIBLIOTECA UND GEORGSSÄULE

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VenedigveduteÖl auf Leinwand.
57 x 67 cm.
Gerahmt.

Beigegeben eine Expertise von Dario Succi, Gorizia, mit Werkvergleichen.

Links im Bild ist die Kirche Santa Maria della Salute und die Dogana zu sehen. Der Vordergrund belebt mit zahlreichen Passanten, wobei einige als Händler ihren Geschäften nachgehen. Historisch besonders aufschlussreich die an die Palastfassaden angelehnten, mit Sonnensegel-Tüchern überhängten Händlerbuden, sowie die zahlreichen gereihten anliegenden Gondeln. In seinen letzten Jahren klarer und präziser als Guardi dokumentiert Bison im Sinne des frühen Klassizismus die Architekturdetails, selbst im Hintergrund, mit der Kuppelkirche und den Schiffen im Canal Grande.

Der Künstler war ein italienischer Maler des Klassizismus, er studierte in Brescia und befasste sich mit dem Werk von Girolamo Romanino (1484/87-1562). Später zog er nach Venedig und setzte sein Kunststudium unter Giovanni Antonio Canal (1697-1768) fort. Von 1834 bis 1838 unternahm er eine Reihe von Reisen, die ihn u. a. nach Florenz, Rom, Neapel und Paestum führten. Mit seinen Venedigveduten begründete Bison ein kommerzielles Genre, um der Nachfrage von Touristen und Sammlern nachzukommen. Neben zahlreichen Venedigansichten schuf er auch idyllische Fantasielandschaften. Dabei ist die Vielfalt seiner Themen sowie die hohe Qualität seiner Bildproduktion hervorzuheben. Im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts arbeitete er mit dem Architekten Giannantonio Selva zusammen, so etwa für die Dekorationen des inzwischen nicht mehr existierenden Palazzo Bottoni di Ferrara und dem Casino Soderini in Treviso. Er studierte Werke von Guardi und Gian Domenico Tiepolo (1727-1804), wirkte auch als Freskant in Venedig, begab sich nach Treviso, Padua und Triest, 1833 schließlich nach Mailand, wo er bis zu seinem Lebensende blieb.

Literatur:
Vgl. Lina Urban, Processioni e feste dogali, Vicenza 1998.
Vgl. Dario Succi, La serenissima nello specchio di rame, Bd. I, 2013.
Vgl. Elena Bassi, Bison, Giuseppe Bernardino,
in: Dizionario biografico degli italiano, Bd. 10, Rom 1968, S. 684 f. (1381531) (3) (11)

Giuseppe Bernardino Bison,
1762 Palmanova – 1844 Milan

Venice veduta
THE MOLO ON THE GRAND CANAL WITH BIBLIOTECA AND COLUMN OF SAINT GEORGE

Oil on canvas.
57 x 67 cm.

Accompanied by an expert’s report by Dario Succi with examples of comparison.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

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Estimate
Unlock
Time, Location
07 Dec 2023
Germany, Munich
Auction House
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VenedigveduteÖl auf Leinwand.
57 x 67 cm.
Gerahmt.

Beigegeben eine Expertise von Dario Succi, Gorizia, mit Werkvergleichen.

Links im Bild ist die Kirche Santa Maria della Salute und die Dogana zu sehen. Der Vordergrund belebt mit zahlreichen Passanten, wobei einige als Händler ihren Geschäften nachgehen. Historisch besonders aufschlussreich die an die Palastfassaden angelehnten, mit Sonnensegel-Tüchern überhängten Händlerbuden, sowie die zahlreichen gereihten anliegenden Gondeln. In seinen letzten Jahren klarer und präziser als Guardi dokumentiert Bison im Sinne des frühen Klassizismus die Architekturdetails, selbst im Hintergrund, mit der Kuppelkirche und den Schiffen im Canal Grande.

Der Künstler war ein italienischer Maler des Klassizismus, er studierte in Brescia und befasste sich mit dem Werk von Girolamo Romanino (1484/87-1562). Später zog er nach Venedig und setzte sein Kunststudium unter Giovanni Antonio Canal (1697-1768) fort. Von 1834 bis 1838 unternahm er eine Reihe von Reisen, die ihn u. a. nach Florenz, Rom, Neapel und Paestum führten. Mit seinen Venedigveduten begründete Bison ein kommerzielles Genre, um der Nachfrage von Touristen und Sammlern nachzukommen. Neben zahlreichen Venedigansichten schuf er auch idyllische Fantasielandschaften. Dabei ist die Vielfalt seiner Themen sowie die hohe Qualität seiner Bildproduktion hervorzuheben. Im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts arbeitete er mit dem Architekten Giannantonio Selva zusammen, so etwa für die Dekorationen des inzwischen nicht mehr existierenden Palazzo Bottoni di Ferrara und dem Casino Soderini in Treviso. Er studierte Werke von Guardi und Gian Domenico Tiepolo (1727-1804), wirkte auch als Freskant in Venedig, begab sich nach Treviso, Padua und Triest, 1833 schließlich nach Mailand, wo er bis zu seinem Lebensende blieb.

Literatur:
Vgl. Lina Urban, Processioni e feste dogali, Vicenza 1998.
Vgl. Dario Succi, La serenissima nello specchio di rame, Bd. I, 2013.
Vgl. Elena Bassi, Bison, Giuseppe Bernardino,
in: Dizionario biografico degli italiano, Bd. 10, Rom 1968, S. 684 f. (1381531) (3) (11)

Giuseppe Bernardino Bison,
1762 Palmanova – 1844 Milan

Venice veduta
THE MOLO ON THE GRAND CANAL WITH BIBLIOTECA AND COLUMN OF SAINT GEORGE

Oil on canvas.
57 x 67 cm.

Accompanied by an expert’s report by Dario Succi with examples of comparison.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

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Time, Location
07 Dec 2023
Germany, Munich
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