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Gustav Klimt: Stehender Mädchenakt im Profil nach links

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Title eng: Gustav Klimt: Standing Nude Girl in Profile Facing Left
Description de: Gustav Klimt
Stehender Mädchenakt im Profil nach links (Studie für "Die Leiden der schwachen Menschheit" - Beethovenfries)
1901
Schwarze Kreide auf Papier; gerahmt
44,6 x 31,4 cm
Nachlass-Stempel rechts unten
Rechts unten bezeichnet: R
Carl Reininghaus, Wien;
Sammlung August und Serena Lederer, Wien;
Erich Lederer, Wien und Genf;
österreichischer Privatbesitz
1903 Wien, Secession, 18. Secessionsausstellung (Klimt-Kollektive), 14. Nov.-Ende Dez.;
1962 Wien, Albertina, Gustav Klimt 1862-1918, Zeichnungen, Gedächtnisausstellung, Nr. 41;
1976 Essen, Gustav Klimt, Zeichnungen aus Albertina- und Privatbesitz, Folkwang Museum, Nr. 22 (Abb.)
Emil Pirchan, Gustav Klimt, Ein Künstler aus Wien, Wien/Leipzig 1942, Abb. S. 59;
Emil Pirchan, Gustav Klimt, Wien 1956, Abb. 130;
Otto Breicha und Gerhard Fritsch (Hg.), Finale und Auftakt, Wien 1898-1914, Literatur, Bildende Kunst, Musik, Salzburg 1964, Abb. S. 51;
D. Thomas, Drawings by Gustav Klimt, The Connoisseur 1967, Nr. 164, S. 105 (Abb.);
Arthur Schnitzler, Spiel im Morgengrauen und andere Erzählungen, Auswahl und Einleitung von Hans Weigel, Zeichnungen von Gustav Klimt, Frankfurt/M. 1961, Abb. S. 343;
Christian M. Nebehay (Hg.), Gustav Klimt Dokumentation, Wien 1969, Abb. 399;
Alfred Werner, Gustav Klimt one hundred drawings with an introduction by Alfred Werner, New York 1972, Nr. 11 (Abb.);
Marian Bisanz-Prakken, Der Beethovenfries, Salzburg 1977, S. 54, Taf. 5 (S. 90);
Otto Breicha, Gustav Klimt. Die goldene Pforte. Werk, Wesen, Wirkung. Bilder und Schriften zu Leben und Werk, Salzburg 1978, Abb. 74;
Alice Strobl, Gustav Klimt. Die Zeichnungen 1878-1903, Bd. I, Salzburg 1980, Nr. 760, Abb. S. 231
Gustav Klimts Beethovenfries, ein Hauptwerk der Wiener Moderne, entstand als Teil der im April 1902 eröffneten Beethovenausstellung der Secession. In diesem einzigartigen Gesamtkunstwerk, geschaffen von 21 Mitgliedern der Vereinigung, sollten die Architektur, die Malerei, die Skulptur und das Kunsthandwerk vorübergehend einer einzigen, leitenden Idee dienen. Letztere fand sich in der monumentalen Beethovenskulptur von Max Klinger (1902), die als Kultbild im Mittelsaal des hochmodernen, tempelähnlichen Interieurs von Josef Hoffmann den wichtigsten Platz einnahm. Entscheidend für die Wiener war nicht nur die bunte Materialvielfalt des Hauptkunstwerks, sondern auch die komplexe Ikonografie des halbnackt auf Wolken thronenden Genies, das einsam für die Menschheit kämpft und leidet. Sämtliche Malereien und Dekorationen standen im Zeichen von Kampf und Überwindung, Sehnsucht und Erlösung – allen voran Klimts Beethovenfries, der sich über drei Wände des linken Seitensaals erstreckte.
In klar gegliederten Szenen allegorisierte Klimt, vermutlich angeregt von Richard Wagners Ideen über Beethovens Neunte Symphonie, die Höhen und Tiefen des menschlichen Daseins. In der linken Wand dominierten die Schwebenden der "Sehnsucht nach Glück", der streitbare Ritter und die "schwache Menschheit"; die mittlere Schmalwand der "feindlichen Gewalten" provozierte das Publikum durch die grelle Erotik der "drei Gorgonen," während die rechte Wand der "Poesie", den "Künsten" und dem goldglänzenden "idealen Reich" der Liebe gewidmet war. Dieser strahlende Schlussteil bezog sich durch die Zitate "Freude schöner Götterfunke" und "Diesen Kuss der ganzen Welt" unmittelbar auf Beethovens Neunte Symphonie.
Mit Kaseinfarben, schwarzen und farbigen Kreiden, Goldauflagen, Stuckapplikationen, Halbedelsteinen, Modeschmuck und anderen Materialien arbeitete Klimt unmittelbar auf den nackten Putzflächen und entwickelte dabei eine radikal neue Liniensprache – auch in seiner Zeichenkunst. Bereits in den 1901 gezeichneten Studien verinnerlichte er die Verbundenheit seiner Figuren mit der Architektur, indem er die Stellungen und Gesten der Posierenden geometrischen Gesetzen unterwarf und deren Frontal- und Profilstellungen betonte. Durch prägnant stilisierende Umrisslinien in schwarzer Kreide hob er den jeweils spezifischen Charakter seiner Personifikationen hervor. So weist jede der vier hier präsentierten Zeichnungen (Kat.-Nr. 2–5), die für verschiedene Figuren entstanden sind, ihre ganz eigene Stimmung auf.

Die Studie bereitet – spiegelverkehrt – die Gestalt des stehenden halbwüchsigen Mädchens vor, das der Figurengruppe der linken Längswand angehört. Dieser Programmteil wird im Katalog als "Die Leiden der schwachen Menschheit" beschrieben, gefolgt von den Worten: "Die Bitten dieser an den wohlgerüsteten Starken [den Ritter] als äußere, Mitleid und Ehrgeiz als innere treibende Kräfte, die ihn das Ringen nach dem Glück aufzunehmen bewegen." Auffallend ist der Unterschied zwischen der Mädchenfigur und dem knienden Menschenpaar mit den streng geometrischen Stellungen und Gesten. Während die Erwachsenen Demut und Ernsthaftigkeit vermitteln, hebt sich die zarte Silhouette des Mädchens frei und natürlich vom hellen Putzgrund ab. Abgesehen von einigen Details entspricht die Studie schon weitgehend der im Fries gemalten Figur. Mit subtilen und treffsicheren Linien in schwarzer Kreide definiert Klimt die Konturen der hageren, eckigen Körperformen und gelangt so zu einer einfühlsamen Charakteristik der Pubertät.
(Marian Bisanz-Prakken)
Description eng: Gustav Klimt
Standing Nude Girl in Profile Facing Left (Study for "Die Leiden der schwachen Menschheit" - Beethoven Frieze)
1901
black chalk on paper; framed
44.6 x 31.4 cm
estate stamp on the lower right
inscribed on the lower right: R
Carl Reininghaus, Vienna;
collection August and Serena Lederer, Vienna;
Erich Lederer, Vienna and Geneva;
private property, Austria
1903 Vienna, Secession, 18. Secessionsausstellung (Klimt-Kollektive), 14 Nov. - late Dec.;
1962 Vienna, Albertina, Gustav Klimt 1862-1918, Zeichnungen, Gedächtnisausstellung, no. 41;
1976 Essen, Gustav Klimt, Zeichnungen aus Albertina- und Privatbesitz, Folkwang Museum, no. 22 (ill.)
Emil Pirchan, Gustav Klimt, Ein Künstler aus Wien, Vienna/Leipzig 1942, ill. p. 59;
Emil Pirchan, Gustav Klimt, Vienna 1956, ill. 130;
Otto Breicha and Gerhard Fritsch (ed.), Finale und Auftakt, Vienna 1898-1914, Literatur, Bildende Kunst, Musik, Salzburg 1964, ill. p. 51;
D. Thomas, Drawings by Gustav Klimt, The Connoisseur 1967, no. 164, p. 105 (ill.);
Arthur Schnitzler, Spiel im Morgengrauen und andere Erzählungen, Auswahl und Einleitung von Hans Weigel, Zeichnungen von Gustav Klimt, Frankfurt/M. 1961, ill. p. 343;
Christian M. Nebehay (ed.), Gustav Klimt Dokumentation, Vienna 1969, ill. 399;
Alfred Werner, Gustav Klimt one hundred drawings with an introduction by Alfred Werner, New York 1972, no. 11 (ill.);
Marian Bisanz-Prakken, Der Beethovenfries, Salzburg 1977, p. 54, pl. 5 (p. 90);
Otto Breicha, Gustav Klimt. Die goldene Pforte. Werk, Wesen, Wirkung. Bilder und Schriften zu Leben und Werk, Salzburg 1978, ill. 74;
Alice Strobl, Gustav Klimt. Die Zeichnungen 1878-1903, vol. I, Salzburg 1980, no. 760, ill. p. 231
Gustav Klimt’s Beethoven Frieze, a major work of Viennese Modernism, was created as part of the Secession's Beethoven exhibition, which opened in April 1902. In this unique Gesamtkunstwerk (a work embodying a synthesis of the arts), created by 21 members of the association, architecture, painting, sculpture and arts and crafts temporarily combined to serve a single central theme. The latter was expressed in the monumental Beethoven sculpture by Max Klinger (1902), which took pride of place as a cult image in the central hall of Josef Hoffmann’s ultra-modern, temple-like interior. The essential factor for the Viennese artists was not only the colourful variety of materials in the main work of art, but also the complex iconography of the half-naked genius enthroned in the clouds, fighting and suffering alone for humanity. All the paintings and decorations were dedicated to the themes of struggle and overcoming, longing and redemption – above all Klimt’s Beethoven Frieze, which covered three walls of the side room to the left.
Klimt allegorised the highs and lows of human existence in clearly structured scenes, probably inspired by Richard Wagner’s ideas regarding Beethoven’s Ninth Symphony. The left-hand wall was dominated by the hovering figures of "The Longing for Happiness", "The Knight in Full Armour" and "Weak Humanity", while the central narrow wall showing the "Hostile Forces" provoked the audience with the garish eroticism of the "three Gorgons", whereas the right-hand wall was devoted to "Poetry", the "Arts" and the shining, golden "Ideal Realm" of love. This resplendent final section directly alluded to Beethoven’s Ninth Symphony, specifically the words "Joy, thou shining spark of God" and "Take this kiss throughout the world" (from Friedrich Schiller’s "Ode to Joy", translated here from the German).
Using casein paints, black and coloured chalks, gold leaf, stucco applications, semi-precious stones, costume jewellery and other materials, Klimt worked directly on the bare plaster surfaces, developing a radically new language of lines – including in his drawings. In the studies he drew in 1901, he already internalised the connection between his figures and architecture by making the posers’ positions and gestures follow geometric laws and stressing their frontal and profiled positions. He emphasised the specific character of each of his figures by means of succinctly stylised outlines in black chalk. Each of the four drawings (cat.-no. 2–5) presented here, which were created for different figures, conveys its own unique mood.

The preparatory study shows – in an inverted image – the figure of the standing adolescent girl belonging to the group of figures on the lefthand long wall. This part of the programme is described in the catalogue as "The Sufferings of Weak Humanity", followed by the words: "Its [Humanity’s] pleas to the strong, well-armed man [the Knight] as outer driving forces, and compassion and ambition as inner driving...

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24 Apr 2024
Austria, Vienna
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Title eng: Gustav Klimt: Standing Nude Girl in Profile Facing Left
Description de: Gustav Klimt
Stehender Mädchenakt im Profil nach links (Studie für "Die Leiden der schwachen Menschheit" - Beethovenfries)
1901
Schwarze Kreide auf Papier; gerahmt
44,6 x 31,4 cm
Nachlass-Stempel rechts unten
Rechts unten bezeichnet: R
Carl Reininghaus, Wien;
Sammlung August und Serena Lederer, Wien;
Erich Lederer, Wien und Genf;
österreichischer Privatbesitz
1903 Wien, Secession, 18. Secessionsausstellung (Klimt-Kollektive), 14. Nov.-Ende Dez.;
1962 Wien, Albertina, Gustav Klimt 1862-1918, Zeichnungen, Gedächtnisausstellung, Nr. 41;
1976 Essen, Gustav Klimt, Zeichnungen aus Albertina- und Privatbesitz, Folkwang Museum, Nr. 22 (Abb.)
Emil Pirchan, Gustav Klimt, Ein Künstler aus Wien, Wien/Leipzig 1942, Abb. S. 59;
Emil Pirchan, Gustav Klimt, Wien 1956, Abb. 130;
Otto Breicha und Gerhard Fritsch (Hg.), Finale und Auftakt, Wien 1898-1914, Literatur, Bildende Kunst, Musik, Salzburg 1964, Abb. S. 51;
D. Thomas, Drawings by Gustav Klimt, The Connoisseur 1967, Nr. 164, S. 105 (Abb.);
Arthur Schnitzler, Spiel im Morgengrauen und andere Erzählungen, Auswahl und Einleitung von Hans Weigel, Zeichnungen von Gustav Klimt, Frankfurt/M. 1961, Abb. S. 343;
Christian M. Nebehay (Hg.), Gustav Klimt Dokumentation, Wien 1969, Abb. 399;
Alfred Werner, Gustav Klimt one hundred drawings with an introduction by Alfred Werner, New York 1972, Nr. 11 (Abb.);
Marian Bisanz-Prakken, Der Beethovenfries, Salzburg 1977, S. 54, Taf. 5 (S. 90);
Otto Breicha, Gustav Klimt. Die goldene Pforte. Werk, Wesen, Wirkung. Bilder und Schriften zu Leben und Werk, Salzburg 1978, Abb. 74;
Alice Strobl, Gustav Klimt. Die Zeichnungen 1878-1903, Bd. I, Salzburg 1980, Nr. 760, Abb. S. 231
Gustav Klimts Beethovenfries, ein Hauptwerk der Wiener Moderne, entstand als Teil der im April 1902 eröffneten Beethovenausstellung der Secession. In diesem einzigartigen Gesamtkunstwerk, geschaffen von 21 Mitgliedern der Vereinigung, sollten die Architektur, die Malerei, die Skulptur und das Kunsthandwerk vorübergehend einer einzigen, leitenden Idee dienen. Letztere fand sich in der monumentalen Beethovenskulptur von Max Klinger (1902), die als Kultbild im Mittelsaal des hochmodernen, tempelähnlichen Interieurs von Josef Hoffmann den wichtigsten Platz einnahm. Entscheidend für die Wiener war nicht nur die bunte Materialvielfalt des Hauptkunstwerks, sondern auch die komplexe Ikonografie des halbnackt auf Wolken thronenden Genies, das einsam für die Menschheit kämpft und leidet. Sämtliche Malereien und Dekorationen standen im Zeichen von Kampf und Überwindung, Sehnsucht und Erlösung – allen voran Klimts Beethovenfries, der sich über drei Wände des linken Seitensaals erstreckte.
In klar gegliederten Szenen allegorisierte Klimt, vermutlich angeregt von Richard Wagners Ideen über Beethovens Neunte Symphonie, die Höhen und Tiefen des menschlichen Daseins. In der linken Wand dominierten die Schwebenden der "Sehnsucht nach Glück", der streitbare Ritter und die "schwache Menschheit"; die mittlere Schmalwand der "feindlichen Gewalten" provozierte das Publikum durch die grelle Erotik der "drei Gorgonen," während die rechte Wand der "Poesie", den "Künsten" und dem goldglänzenden "idealen Reich" der Liebe gewidmet war. Dieser strahlende Schlussteil bezog sich durch die Zitate "Freude schöner Götterfunke" und "Diesen Kuss der ganzen Welt" unmittelbar auf Beethovens Neunte Symphonie.
Mit Kaseinfarben, schwarzen und farbigen Kreiden, Goldauflagen, Stuckapplikationen, Halbedelsteinen, Modeschmuck und anderen Materialien arbeitete Klimt unmittelbar auf den nackten Putzflächen und entwickelte dabei eine radikal neue Liniensprache – auch in seiner Zeichenkunst. Bereits in den 1901 gezeichneten Studien verinnerlichte er die Verbundenheit seiner Figuren mit der Architektur, indem er die Stellungen und Gesten der Posierenden geometrischen Gesetzen unterwarf und deren Frontal- und Profilstellungen betonte. Durch prägnant stilisierende Umrisslinien in schwarzer Kreide hob er den jeweils spezifischen Charakter seiner Personifikationen hervor. So weist jede der vier hier präsentierten Zeichnungen (Kat.-Nr. 2–5), die für verschiedene Figuren entstanden sind, ihre ganz eigene Stimmung auf.

Die Studie bereitet – spiegelverkehrt – die Gestalt des stehenden halbwüchsigen Mädchens vor, das der Figurengruppe der linken Längswand angehört. Dieser Programmteil wird im Katalog als "Die Leiden der schwachen Menschheit" beschrieben, gefolgt von den Worten: "Die Bitten dieser an den wohlgerüsteten Starken [den Ritter] als äußere, Mitleid und Ehrgeiz als innere treibende Kräfte, die ihn das Ringen nach dem Glück aufzunehmen bewegen." Auffallend ist der Unterschied zwischen der Mädchenfigur und dem knienden Menschenpaar mit den streng geometrischen Stellungen und Gesten. Während die Erwachsenen Demut und Ernsthaftigkeit vermitteln, hebt sich die zarte Silhouette des Mädchens frei und natürlich vom hellen Putzgrund ab. Abgesehen von einigen Details entspricht die Studie schon weitgehend der im Fries gemalten Figur. Mit subtilen und treffsicheren Linien in schwarzer Kreide definiert Klimt die Konturen der hageren, eckigen Körperformen und gelangt so zu einer einfühlsamen Charakteristik der Pubertät.
(Marian Bisanz-Prakken)
Description eng: Gustav Klimt
Standing Nude Girl in Profile Facing Left (Study for "Die Leiden der schwachen Menschheit" - Beethoven Frieze)
1901
black chalk on paper; framed
44.6 x 31.4 cm
estate stamp on the lower right
inscribed on the lower right: R
Carl Reininghaus, Vienna;
collection August and Serena Lederer, Vienna;
Erich Lederer, Vienna and Geneva;
private property, Austria
1903 Vienna, Secession, 18. Secessionsausstellung (Klimt-Kollektive), 14 Nov. - late Dec.;
1962 Vienna, Albertina, Gustav Klimt 1862-1918, Zeichnungen, Gedächtnisausstellung, no. 41;
1976 Essen, Gustav Klimt, Zeichnungen aus Albertina- und Privatbesitz, Folkwang Museum, no. 22 (ill.)
Emil Pirchan, Gustav Klimt, Ein Künstler aus Wien, Vienna/Leipzig 1942, ill. p. 59;
Emil Pirchan, Gustav Klimt, Vienna 1956, ill. 130;
Otto Breicha and Gerhard Fritsch (ed.), Finale und Auftakt, Vienna 1898-1914, Literatur, Bildende Kunst, Musik, Salzburg 1964, ill. p. 51;
D. Thomas, Drawings by Gustav Klimt, The Connoisseur 1967, no. 164, p. 105 (ill.);
Arthur Schnitzler, Spiel im Morgengrauen und andere Erzählungen, Auswahl und Einleitung von Hans Weigel, Zeichnungen von Gustav Klimt, Frankfurt/M. 1961, ill. p. 343;
Christian M. Nebehay (ed.), Gustav Klimt Dokumentation, Vienna 1969, ill. 399;
Alfred Werner, Gustav Klimt one hundred drawings with an introduction by Alfred Werner, New York 1972, no. 11 (ill.);
Marian Bisanz-Prakken, Der Beethovenfries, Salzburg 1977, p. 54, pl. 5 (p. 90);
Otto Breicha, Gustav Klimt. Die goldene Pforte. Werk, Wesen, Wirkung. Bilder und Schriften zu Leben und Werk, Salzburg 1978, ill. 74;
Alice Strobl, Gustav Klimt. Die Zeichnungen 1878-1903, vol. I, Salzburg 1980, no. 760, ill. p. 231
Gustav Klimt’s Beethoven Frieze, a major work of Viennese Modernism, was created as part of the Secession's Beethoven exhibition, which opened in April 1902. In this unique Gesamtkunstwerk (a work embodying a synthesis of the arts), created by 21 members of the association, architecture, painting, sculpture and arts and crafts temporarily combined to serve a single central theme. The latter was expressed in the monumental Beethoven sculpture by Max Klinger (1902), which took pride of place as a cult image in the central hall of Josef Hoffmann’s ultra-modern, temple-like interior. The essential factor for the Viennese artists was not only the colourful variety of materials in the main work of art, but also the complex iconography of the half-naked genius enthroned in the clouds, fighting and suffering alone for humanity. All the paintings and decorations were dedicated to the themes of struggle and overcoming, longing and redemption – above all Klimt’s Beethoven Frieze, which covered three walls of the side room to the left.
Klimt allegorised the highs and lows of human existence in clearly structured scenes, probably inspired by Richard Wagner’s ideas regarding Beethoven’s Ninth Symphony. The left-hand wall was dominated by the hovering figures of "The Longing for Happiness", "The Knight in Full Armour" and "Weak Humanity", while the central narrow wall showing the "Hostile Forces" provoked the audience with the garish eroticism of the "three Gorgons", whereas the right-hand wall was devoted to "Poetry", the "Arts" and the shining, golden "Ideal Realm" of love. This resplendent final section directly alluded to Beethoven’s Ninth Symphony, specifically the words "Joy, thou shining spark of God" and "Take this kiss throughout the world" (from Friedrich Schiller’s "Ode to Joy", translated here from the German).
Using casein paints, black and coloured chalks, gold leaf, stucco applications, semi-precious stones, costume jewellery and other materials, Klimt worked directly on the bare plaster surfaces, developing a radically new language of lines – including in his drawings. In the studies he drew in 1901, he already internalised the connection between his figures and architecture by making the posers’ positions and gestures follow geometric laws and stressing their frontal and profiled positions. He emphasised the specific character of each of his figures by means of succinctly stylised outlines in black chalk. Each of the four drawings (cat.-no. 2–5) presented here, which were created for different figures, conveys its own unique mood.

The preparatory study shows – in an inverted image – the figure of the standing adolescent girl belonging to the group of figures on the lefthand long wall. This part of the programme is described in the catalogue as "The Sufferings of Weak Humanity", followed by the words: "Its [Humanity’s] pleas to the strong, well-armed man [the Knight] as outer driving forces, and compassion and ambition as inner driving...

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