Konstantin IV., 668-685, Solidus (4,37 g), Konstantinopel. Av.: Bartloses Brustbild mit Kreuzdiadem...
Konstantin IV., 668-685, Solidus (4,37 g), Konstantinopel. Av.: Bartloses Brustbild mit Kreuzdiadem und Chlamys, in der rechten Hand einen Kreuzglobus haltend, darum Umschrift. Rev.: Mittig Sockelkreuz auf drei Stufen, links Herakleios, rechts Tiberios, beide mit Chlamys, Kreuzdiadem und Kreuzglobus, darum Umschrift, in Exergue "CONOB". Sear 1147, scharf ausgeprägt, gutes vorzüglich. Von größter Seltenheit! Wohl zwischen 1963 und 1965 in Luzern erworben (verm. Hess); fälschlich als Konstans II. ausgewiesen.Konstantin IV. gebührt das Verdienst, die muslimische Expansion, die sich im späten 7. Jahrhundert auf Europa auszudehnen drohte, im Osten vorerst endgültig aufgehalten und damit das Byzantinische Reich erhalten zu haben. Als ältester Sohn von Konstans II. sah er sich bei seiner Thronbesteigung mit einer Vielzahl von Krisen konfrontiert, vor allem mit dem Verlust seiner reichsten Provinzen, der Dezimierung der byzantinischen Flotte sowie stark erschöpften Ressourcen und Handlungsmöglichkeiten. Er wehrte sich mit Energie und Einfallsreichtum und bereitete Konstantinopel auf die unvermeidliche Belagerung durch die Araber vor, die sechs Jahre nach seiner Thronbesteigung im Jahr 674 begann. Dort setzten die Byzantiner ihre Geheimwaffe ein, das sogen. "Griechische Feuer", eine Brandmischung, die durch einen Schlauch gespien wurde und selbst auf Wasser brannte. Das Feuer traf die arabische Flotte völlig unvorbereitet und führte zur ersten großen Niederlage der Araber seit Beginn der Expansion. Konstantins Armee besiegte die Araber auch an Land in Kleinasien und zwang den Kalifen, einen 30-jährigen Friedensvertrag zu vereinbaren, der für die Byzantiner besonders günstig ausfiel. Im Norden musste Konstantin jedoch einen Großteil des Balkans an die Protobulgaren abtreten, was eine Entwicklung war, die nichts Gutes für die Zukunft verhieß: Das Bulgarische Reich blieb von da an ein Machtfaktor, mit dem Byzanz umgehen musste. Bald darauf starb der Kaiser im Alter von nur 33 Jahren und hinterließ den Thron seinem launischen Sohn Justinian II.
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Konstantin IV., 668-685, Solidus (4,37 g), Konstantinopel. Av.: Bartloses Brustbild mit Kreuzdiadem und Chlamys, in der rechten Hand einen Kreuzglobus haltend, darum Umschrift. Rev.: Mittig Sockelkreuz auf drei Stufen, links Herakleios, rechts Tiberios, beide mit Chlamys, Kreuzdiadem und Kreuzglobus, darum Umschrift, in Exergue "CONOB". Sear 1147, scharf ausgeprägt, gutes vorzüglich. Von größter Seltenheit! Wohl zwischen 1963 und 1965 in Luzern erworben (verm. Hess); fälschlich als Konstans II. ausgewiesen.Konstantin IV. gebührt das Verdienst, die muslimische Expansion, die sich im späten 7. Jahrhundert auf Europa auszudehnen drohte, im Osten vorerst endgültig aufgehalten und damit das Byzantinische Reich erhalten zu haben. Als ältester Sohn von Konstans II. sah er sich bei seiner Thronbesteigung mit einer Vielzahl von Krisen konfrontiert, vor allem mit dem Verlust seiner reichsten Provinzen, der Dezimierung der byzantinischen Flotte sowie stark erschöpften Ressourcen und Handlungsmöglichkeiten. Er wehrte sich mit Energie und Einfallsreichtum und bereitete Konstantinopel auf die unvermeidliche Belagerung durch die Araber vor, die sechs Jahre nach seiner Thronbesteigung im Jahr 674 begann. Dort setzten die Byzantiner ihre Geheimwaffe ein, das sogen. "Griechische Feuer", eine Brandmischung, die durch einen Schlauch gespien wurde und selbst auf Wasser brannte. Das Feuer traf die arabische Flotte völlig unvorbereitet und führte zur ersten großen Niederlage der Araber seit Beginn der Expansion. Konstantins Armee besiegte die Araber auch an Land in Kleinasien und zwang den Kalifen, einen 30-jährigen Friedensvertrag zu vereinbaren, der für die Byzantiner besonders günstig ausfiel. Im Norden musste Konstantin jedoch einen Großteil des Balkans an die Protobulgaren abtreten, was eine Entwicklung war, die nichts Gutes für die Zukunft verhieß: Das Bulgarische Reich blieb von da an ein Machtfaktor, mit dem Byzanz umgehen musste. Bald darauf starb der Kaiser im Alter von nur 33 Jahren und hinterließ den Thron seinem launischen Sohn Justinian II.
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