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LOT 573

Max Ernst, 1891 Brühl – 1976 Paris, JANUS

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Höhe: 43,2 cm.
Auf der oberen Plinthe signiert „max ernst“;
Rautenmarke des Gießers Valsuani, Paris;
eingeschlagene Auflagenbezeichnung 18/18.
Vermutlich 1974.

Wir danken Dr. Jürgen Pech für die derzeit in Erstellung befindliche, ausführliche Expertise zur Ausstellungs- und Provenienzgeschichte des Werkes.

Bronze, mit schwarzer Patina. Die Bronzefigur dem Titel entsprechend mit zwei Ansichtsseiten. Über der runden gestuften Basis die hochrechteckig-anthropomorph gestaltete, zweibeinige Stele mit runder Gesichtsscheibe und Muschel, im Unterteil Schildkröte bzw. Frosch.

Der Titel nach dem doppelgesichtigen römischen Gott Janus. Max Ernst hat sich hier an den zweiseitigen „Scheibenplastiken“ des Alberto Giacometti (1901–1966) orientiert. Für die Details Muschel, Frosch und Schildkröte verwendete er Spielzeugformen, hier symbolisch für weiblich und männlich stilisiert. Unverkennbar die Allusion an die Kunst Afrikas, die für die Künstler der Zeit von Bedeutung geworden ist.

Max Ernst, als Maler und Bildhauer führendes Mitglied der Surrealisten und Dadaisten, Freund von André Breton (1896–1966), Hans Arp (1886–1966), Alberto Giacometti (1901–1966), Tristan Tzara (1896–1963) und weiteren bedeutenden Vertretern der Moderne, verehelicht u. a. mit Peggy Guggenheim (1898–1979). Ernst verarbeitete in seinen Werken vielfach Motive, die er selbst erst 1942 im amerikanischen Exil in einem autobiographischen Text bekannte: seine „magische Beziehung zu Vögeln“, sich selbst als „aus einem Vogelei geboren“. Diese Vorstellungen prägten viele seiner Bilder und Plastiken, in denen die immaterielle Verbindung und Gemeinsamkeit von Natur-Tier und Mensch zum Ausdruck kommt. Damit erneuerte er die Sprache und Denkweise der Kunst im 20. Jahrhundert. Der surrealistische Schriftsteller René Crevel (1900–1935) schrieb 1928 über das Werk von Max Ernst: „Der Zauberer der kaum spürbaren Verrückungen“.

Provenienz:
Bedeutende süddeutsche Privatsammlung.

Anmerkung:
Die Bronze entstand in unterschiedlich patinierten Auflagen von jeweils 20 Exemplaren (nummeriert 00/18 und 0/18 – 18/18), 8 épreuves d‘artiste und einigen épreuves d‘essai.

Literatur:
Vgl. Jürgen Pech, Max Ernst. Plastische Werke, Köln 2005, S. 208-211, S. 221 (Informationen zum Bild).
Vgl. Edward Quinn, Max Ernst, London 1977, S. 18–23.
Vgl. Pontus Hultén und Werner Spies, Max Ernst, Ausstellungskatalog (Galeries Nationales d‘Exposition du Grand Palais, Paris, 16. Mai – 18. August 1975), Paris 1975, Nr. 320. S. 153, mit Abbildung einer anderen Version. (1481792) (14)

Max Ernst,
1891 Brühl – 1976 Paris

JANUS

Height: 43.2 cm.
Signed “max ernst” on the upper plinth;
diamond mark of the foundry Valsuani, Paris;
stamped edition number 18/18.
Probably 1974.

We would like to thank Dr Jürgen Pech for the detailed report, currently being prepared, on the exhibition and provenance history of the work.

Bronze, with black patina. The bronze figure, in keeping with the title, has two distinct faces.

Provenance:
Important private collection, southern Germany.

Note:
The bronze was produced in editions with varying patinas, each comprising 20 copies (numbered 00/18 and 0/18–18/18), 8 artist’s proofs and several trial proofs.

Literature:
cf. Jürgen Pech, Max Ernst. Plastische Werke, Cologne 2005, pp. 208–211, p. 221 (information on the image).
cf. Edward Quinn, Max Ernst, London 1977, pp. 18–23.
cf. Pontus Hultén and Werner Spies, Max Ernst, exhibition catalogue (Galeries Nationales d’Exposition du Grand Palais, Paris, 16 May – 18 August 1975), Paris 1975, no. 320, p. 153, with an illustration of a different version.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

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Estimate
Unlock
Time, Location
25 Jun 2026
Germany, Munich
Auction House
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Höhe: 43,2 cm.
Auf der oberen Plinthe signiert „max ernst“;
Rautenmarke des Gießers Valsuani, Paris;
eingeschlagene Auflagenbezeichnung 18/18.
Vermutlich 1974.

Wir danken Dr. Jürgen Pech für die derzeit in Erstellung befindliche, ausführliche Expertise zur Ausstellungs- und Provenienzgeschichte des Werkes.

Bronze, mit schwarzer Patina. Die Bronzefigur dem Titel entsprechend mit zwei Ansichtsseiten. Über der runden gestuften Basis die hochrechteckig-anthropomorph gestaltete, zweibeinige Stele mit runder Gesichtsscheibe und Muschel, im Unterteil Schildkröte bzw. Frosch.

Der Titel nach dem doppelgesichtigen römischen Gott Janus. Max Ernst hat sich hier an den zweiseitigen „Scheibenplastiken“ des Alberto Giacometti (1901–1966) orientiert. Für die Details Muschel, Frosch und Schildkröte verwendete er Spielzeugformen, hier symbolisch für weiblich und männlich stilisiert. Unverkennbar die Allusion an die Kunst Afrikas, die für die Künstler der Zeit von Bedeutung geworden ist.

Max Ernst, als Maler und Bildhauer führendes Mitglied der Surrealisten und Dadaisten, Freund von André Breton (1896–1966), Hans Arp (1886–1966), Alberto Giacometti (1901–1966), Tristan Tzara (1896–1963) und weiteren bedeutenden Vertretern der Moderne, verehelicht u. a. mit Peggy Guggenheim (1898–1979). Ernst verarbeitete in seinen Werken vielfach Motive, die er selbst erst 1942 im amerikanischen Exil in einem autobiographischen Text bekannte: seine „magische Beziehung zu Vögeln“, sich selbst als „aus einem Vogelei geboren“. Diese Vorstellungen prägten viele seiner Bilder und Plastiken, in denen die immaterielle Verbindung und Gemeinsamkeit von Natur-Tier und Mensch zum Ausdruck kommt. Damit erneuerte er die Sprache und Denkweise der Kunst im 20. Jahrhundert. Der surrealistische Schriftsteller René Crevel (1900–1935) schrieb 1928 über das Werk von Max Ernst: „Der Zauberer der kaum spürbaren Verrückungen“.

Provenienz:
Bedeutende süddeutsche Privatsammlung.

Anmerkung:
Die Bronze entstand in unterschiedlich patinierten Auflagen von jeweils 20 Exemplaren (nummeriert 00/18 und 0/18 – 18/18), 8 épreuves d‘artiste und einigen épreuves d‘essai.

Literatur:
Vgl. Jürgen Pech, Max Ernst. Plastische Werke, Köln 2005, S. 208-211, S. 221 (Informationen zum Bild).
Vgl. Edward Quinn, Max Ernst, London 1977, S. 18–23.
Vgl. Pontus Hultén und Werner Spies, Max Ernst, Ausstellungskatalog (Galeries Nationales d‘Exposition du Grand Palais, Paris, 16. Mai – 18. August 1975), Paris 1975, Nr. 320. S. 153, mit Abbildung einer anderen Version. (1481792) (14)

Max Ernst,
1891 Brühl – 1976 Paris

JANUS

Height: 43.2 cm.
Signed “max ernst” on the upper plinth;
diamond mark of the foundry Valsuani, Paris;
stamped edition number 18/18.
Probably 1974.

We would like to thank Dr Jürgen Pech for the detailed report, currently being prepared, on the exhibition and provenance history of the work.

Bronze, with black patina. The bronze figure, in keeping with the title, has two distinct faces.

Provenance:
Important private collection, southern Germany.

Note:
The bronze was produced in editions with varying patinas, each comprising 20 copies (numbered 00/18 and 0/18–18/18), 8 artist’s proofs and several trial proofs.

Literature:
cf. Jürgen Pech, Max Ernst. Plastische Werke, Cologne 2005, pp. 208–211, p. 221 (information on the image).
cf. Edward Quinn, Max Ernst, London 1977, pp. 18–23.
cf. Pontus Hultén and Werner Spies, Max Ernst, exhibition catalogue (Galeries Nationales d’Exposition du Grand Palais, Paris, 16 May – 18 August 1975), Paris 1975, no. 320, p. 153, with an illustration of a different version.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

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25 Jun 2026
Germany, Munich
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