Münzen Römische Kaiserzeit. Antoninus Pius, Aureus (6,01 g), Rom, 158-159. Av.: Drapierte,...
Münzen Römische Kaiserzeit. Antoninus Pius, Aureus (6,01 g), Rom, 158-159. Av.: Drapierte, kürassierte und belorbeerte Büste nach rechts sowie Umschrift: "ANTONIVS - AVG PIVS PP". Rev.: Der geschleierte Kaiser nach links gewandt stehend und mit der rechten Hand aus einer Patera auf einem Dreifuß opfernd sowie Umschrift: "VOTA SVSCE - PTA DEC III"; in Exergue "COS III". RIC 156Aa, min. Fassungsspuren, Av. sehr schön+, Rev. ss. Selten! Laut Sammlernotiz am 27.04.1964 bei Kress erworben; fälschlich Mark Aurel zugeordnet.Im Jahre 147/148 jährte die Gründung Roms durch Romulus sich zum 900. Mal; zuvor gab es bereits Münzen und Medaillons, die Bezug auf dieses Ereignis nahmen. Aber nicht nur auf die römische Reichsgeschichte wurden Münzen geprägt, sondern auch seit augusteischer Zeit auf kaiserliche Regierungsjubiläen (dies imperii wie bspw. quinquennalia, decennalia, vicennalia oder tricennalia) und auch Antoninus Pius ließ die seinen nicht unbeachtet verstreichen. Der obige Aureus nimmt im Jahre 158 mit dem opfernden Kaiser Bezug auf dessen vicennalia - auf sein zwanzigjähriges Regierungsjubiläum, mit dem auch die Erfüllung von Staatsgelübden einherging. Diese hatte der senatus popolusque Romanus (im Weitesten der Senat) zugunsten der Kaiser und ihrer Caesaren zuvor zu den decennalia auf sich genommen und gehalten (vota soluta) und versprach nun zum neuen Jubiläum dem Kaiser neue Gelübde (vota suscepta). Hiermit erschienen Senat und Volk von Rom nicht als reine Erfüllungsgehilfen der Kaiser, sondern als Akteure, die am Zustandekommen kaiserlicher Repräsentation einen konstitutiven Anteil hatten.
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Münzen Römische Kaiserzeit. Antoninus Pius, Aureus (6,01 g), Rom, 158-159. Av.: Drapierte, kürassierte und belorbeerte Büste nach rechts sowie Umschrift: "ANTONIVS - AVG PIVS PP". Rev.: Der geschleierte Kaiser nach links gewandt stehend und mit der rechten Hand aus einer Patera auf einem Dreifuß opfernd sowie Umschrift: "VOTA SVSCE - PTA DEC III"; in Exergue "COS III". RIC 156Aa, min. Fassungsspuren, Av. sehr schön+, Rev. ss. Selten! Laut Sammlernotiz am 27.04.1964 bei Kress erworben; fälschlich Mark Aurel zugeordnet.Im Jahre 147/148 jährte die Gründung Roms durch Romulus sich zum 900. Mal; zuvor gab es bereits Münzen und Medaillons, die Bezug auf dieses Ereignis nahmen. Aber nicht nur auf die römische Reichsgeschichte wurden Münzen geprägt, sondern auch seit augusteischer Zeit auf kaiserliche Regierungsjubiläen (dies imperii wie bspw. quinquennalia, decennalia, vicennalia oder tricennalia) und auch Antoninus Pius ließ die seinen nicht unbeachtet verstreichen. Der obige Aureus nimmt im Jahre 158 mit dem opfernden Kaiser Bezug auf dessen vicennalia - auf sein zwanzigjähriges Regierungsjubiläum, mit dem auch die Erfüllung von Staatsgelübden einherging. Diese hatte der senatus popolusque Romanus (im Weitesten der Senat) zugunsten der Kaiser und ihrer Caesaren zuvor zu den decennalia auf sich genommen und gehalten (vota soluta) und versprach nun zum neuen Jubiläum dem Kaiser neue Gelübde (vota suscepta). Hiermit erschienen Senat und Volk von Rom nicht als reine Erfüllungsgehilfen der Kaiser, sondern als Akteure, die am Zustandekommen kaiserlicher Repräsentation einen konstitutiven Anteil hatten.
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