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LOT 225

Albert Anker 1831–1910

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Mädchenbildnis
Öl auf Leinwand
unten links signiert Anker
40,5 x 31 cm
Provenance

Albert Locher, Stein am Rhein
Privatbesitz, Herzogenbuchsee (1962)
Privatbesitz, Solothurn (durch Erbfolge an die heutigen Besitzer)
Die Anker-Expertin Therese Bhattacharya-Stettler beschreibt in einem ihrer Texte zu den Mädchenbildnissen:
«Obschon die Porträts im gesamten OEuvre Ankers numerisch nur einen geringen Teil ausmachen, gehören einige darunter zum Besten, was der Künstler je geleistet hat. Seine Bildniskunst verrat eine ausserordentliche Einfühlungsgabe. Er bekennt selbst in einem Brief, dass er von Anfang an grosses Gewicht auf die Psychologie gelegt habe, es sei vermutlich ≪ein Rest seiner Theologie». Er hat aber auch Lavaters Physiognomische Fragmente eingehend studiert, in denen etwa zu lesen ist: «Das Gesicht ist der Schauplatz, auf dem sich die Seele zeigt ... wer sie hier nicht ergreift, kann sie nicht malen, und wer sie nicht malen kann, ist kein Porträtmaler.» (Lavater, Physiognomische Fragmente, 1784).
Neben persönlich-geprägten Bildnissen und bürgerlichen Auftragsarbeiten ist Anker vor allem – und mit Recht – für seine Porträts berühmt, welche er aus eigenem Antrieb und ohne konkreten Anlass geschaffen hat. Es sind Bildnisse von Kindern, Jugendlichen und älteren Leuten, von den Menschen, die ihn in seinem ländlichen Inser Alltag umgaben. Sie scheinen zeitlos, individuelle Merkmale werden zurückgebunden. (…) Ernst und Schüchternheit des kindlichen Wesens sind meisterhaft eingefangen.»
In der Tat sind die Lebendigkeit und Präsenz, mit welcher der Künstler sein Modell dargestellt hat, nicht zu überbieten und weisen Anker als einen der besten Maler seiner Zeit aus.
Wir danken Dr. Therese Bhattacharya-Stettler für die Erlaubnis zur Verwendung Ihres Textes.

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Sale price
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Time, Location
Switzerland, Basel
Auction House
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Mädchenbildnis
Öl auf Leinwand
unten links signiert Anker
40,5 x 31 cm
Provenance

Albert Locher, Stein am Rhein
Privatbesitz, Herzogenbuchsee (1962)
Privatbesitz, Solothurn (durch Erbfolge an die heutigen Besitzer)
Die Anker-Expertin Therese Bhattacharya-Stettler beschreibt in einem ihrer Texte zu den Mädchenbildnissen:
«Obschon die Porträts im gesamten OEuvre Ankers numerisch nur einen geringen Teil ausmachen, gehören einige darunter zum Besten, was der Künstler je geleistet hat. Seine Bildniskunst verrat eine ausserordentliche Einfühlungsgabe. Er bekennt selbst in einem Brief, dass er von Anfang an grosses Gewicht auf die Psychologie gelegt habe, es sei vermutlich ≪ein Rest seiner Theologie». Er hat aber auch Lavaters Physiognomische Fragmente eingehend studiert, in denen etwa zu lesen ist: «Das Gesicht ist der Schauplatz, auf dem sich die Seele zeigt ... wer sie hier nicht ergreift, kann sie nicht malen, und wer sie nicht malen kann, ist kein Porträtmaler.» (Lavater, Physiognomische Fragmente, 1784).
Neben persönlich-geprägten Bildnissen und bürgerlichen Auftragsarbeiten ist Anker vor allem – und mit Recht – für seine Porträts berühmt, welche er aus eigenem Antrieb und ohne konkreten Anlass geschaffen hat. Es sind Bildnisse von Kindern, Jugendlichen und älteren Leuten, von den Menschen, die ihn in seinem ländlichen Inser Alltag umgaben. Sie scheinen zeitlos, individuelle Merkmale werden zurückgebunden. (…) Ernst und Schüchternheit des kindlichen Wesens sind meisterhaft eingefangen.»
In der Tat sind die Lebendigkeit und Präsenz, mit welcher der Künstler sein Modell dargestellt hat, nicht zu überbieten und weisen Anker als einen der besten Maler seiner Zeit aus.
Wir danken Dr. Therese Bhattacharya-Stettler für die Erlaubnis zur Verwendung Ihres Textes.

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Switzerland, Basel
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