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Alphons Leopold Mielich: Teppichhändler in Kairo

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Alphons Leopold Mielich, Klosterneuburg 1863 - 1929 Salzburg

Alphons Leopold Mielich
Teppichhändler in Kairo
um 1892/93
Öl auf Holz; gerahmt
63 x 81,5 cm
Signiert rechts unten: A. L. Mielich
Privatbesitz, Deutschland
Vergleiche: Herbert Zemen (Hg.), Der Orientmaler Alphons Mielich. 1863-1929. Materialien zur Biographie, Wien 2013, S. 18, E 751 (Gebetsteppichverkauf in Cairo); S. 20, E 534 (Teppichhandel in Cairo).
Alphons Leopold Mielich wurde 1863 in Klosterneuburg mit dem bürgerlichen Namen Mielichhofer geboren. Er strebte vorerst eine Offizierslaufbahn an, die er jedoch aus gesundheitlichen Gründen 1889 beenden musste. Im selben Jahr, also direkt nach seiner Pensionierung, besuchte Mielich zum ersten Mal Ägypten, wohin er bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges wiederholt reiste. Zu Studienzwecken lebte Mielich 1889/92 in Paris, wo er sich durch das Kopieren von Orientbildern schulte. Von Paris aus unternahm er ausgedehnte Studienreisen, u.a. nach England, Spanien und Tunis, sein Interesse galt jedoch bald ausschließlich dem Orient, und hier vor allem Ägypten, das er in den kommenden Jahren insgesamt 11 Mal bereiste. 1894 wurde er Mitglied der Genossenschaft bildender Künstler Wiens (Künstlerhaus). Im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ging er schließlich 1901 als künstlerischer Begleiter des Orientalisten Alois Musil nach Jerusalem und von dort nach Transjordanien. Seine Aufgabe war es, die Wandmalereien im Kalifenschloß Kusejr Amra in der Peträischen Wüste zu kopieren. Seine letzten Lebensjahre verbrachte der Künstler mit seiner Familie in Salzburg, wo er 1929 verstarb.

Vorliegendes Werk zeigt eine pittoreske Straßenszene in einer orientalischen Stadt. Ein Teppichhändler präsentiert seine Ware einem Kunden, der möglicherweise durch das Heben des Zeigefingers bereits seine Wahl getroffen hat. Das Geschehen spielt vor einem hohen Gebäude mit prachtvollen Ornamenten, dessen Eingangsbereich im Schatten liegt, und von dem sich die Figuren in ihren farbenfrohen Gewändern reizvoll abheben. Solche bunten und detailreichen, in gekonnter Feinmalerei ausgeführten Orientbilder erfreuten sich beim Publikum großer Beliebtheit und brachten durch deren Erwerb einen Hauch von Exotik in westliche Salons. (MS)

Differenzbesteuert (30% im Aufgeld ist eine 20%ige Umsatzsteuer enthalten) / Differential Taxation (30% including 20% sales tax)

Zusätze zu unserer Geschäftsordnung
Alphons Leopold Mielich, Klosterneuburg 1863 - 1929 Salzburg

Alphons Leopold Mielich
Carpet Dealers in Cairo
c. 1892/93
oil on panel; framed
63 x 81,5 cm
signed on the lower right: A. L. Mielich
private property, Germany
compare: Herbert Zemen (ed.), the Orientmaler Alphons Mielich. 1863-1929. Materialien zur Biographie, Vienna 2013, p. 18, E 751 (Gebetsteppichverkauf in Cairo); p. 20, E 534 (Teppichhandel in Cairo).

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11 Nov 2026
Austria, Vienna

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Alphons Leopold Mielich, Klosterneuburg 1863 - 1929 Salzburg

Alphons Leopold Mielich
Teppichhändler in Kairo
um 1892/93
Öl auf Holz; gerahmt
63 x 81,5 cm
Signiert rechts unten: A. L. Mielich
Privatbesitz, Deutschland
Vergleiche: Herbert Zemen (Hg.), Der Orientmaler Alphons Mielich. 1863-1929. Materialien zur Biographie, Wien 2013, S. 18, E 751 (Gebetsteppichverkauf in Cairo); S. 20, E 534 (Teppichhandel in Cairo).
Alphons Leopold Mielich wurde 1863 in Klosterneuburg mit dem bürgerlichen Namen Mielichhofer geboren. Er strebte vorerst eine Offizierslaufbahn an, die er jedoch aus gesundheitlichen Gründen 1889 beenden musste. Im selben Jahr, also direkt nach seiner Pensionierung, besuchte Mielich zum ersten Mal Ägypten, wohin er bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges wiederholt reiste. Zu Studienzwecken lebte Mielich 1889/92 in Paris, wo er sich durch das Kopieren von Orientbildern schulte. Von Paris aus unternahm er ausgedehnte Studienreisen, u.a. nach England, Spanien und Tunis, sein Interesse galt jedoch bald ausschließlich dem Orient, und hier vor allem Ägypten, das er in den kommenden Jahren insgesamt 11 Mal bereiste. 1894 wurde er Mitglied der Genossenschaft bildender Künstler Wiens (Künstlerhaus). Im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ging er schließlich 1901 als künstlerischer Begleiter des Orientalisten Alois Musil nach Jerusalem und von dort nach Transjordanien. Seine Aufgabe war es, die Wandmalereien im Kalifenschloß Kusejr Amra in der Peträischen Wüste zu kopieren. Seine letzten Lebensjahre verbrachte der Künstler mit seiner Familie in Salzburg, wo er 1929 verstarb.

Vorliegendes Werk zeigt eine pittoreske Straßenszene in einer orientalischen Stadt. Ein Teppichhändler präsentiert seine Ware einem Kunden, der möglicherweise durch das Heben des Zeigefingers bereits seine Wahl getroffen hat. Das Geschehen spielt vor einem hohen Gebäude mit prachtvollen Ornamenten, dessen Eingangsbereich im Schatten liegt, und von dem sich die Figuren in ihren farbenfrohen Gewändern reizvoll abheben. Solche bunten und detailreichen, in gekonnter Feinmalerei ausgeführten Orientbilder erfreuten sich beim Publikum großer Beliebtheit und brachten durch deren Erwerb einen Hauch von Exotik in westliche Salons. (MS)

Differenzbesteuert (30% im Aufgeld ist eine 20%ige Umsatzsteuer enthalten) / Differential Taxation (30% including 20% sales tax)

Zusätze zu unserer Geschäftsordnung
Alphons Leopold Mielich, Klosterneuburg 1863 - 1929 Salzburg

Alphons Leopold Mielich
Carpet Dealers in Cairo
c. 1892/93
oil on panel; framed
63 x 81,5 cm
signed on the lower right: A. L. Mielich
private property, Germany
compare: Herbert Zemen (ed.), the Orientmaler Alphons Mielich. 1863-1929. Materialien zur Biographie, Vienna 2013, p. 18, E 751 (Gebetsteppichverkauf in Cairo); p. 20, E 534 (Teppichhandel in Cairo).

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