Dagobert Peche
Dagobert Peche (Sankt Michael 1887 - 1923 Mödling)
Kanne mit Modeentwurf, 1918
Mischtechnik/Papier 27,5 x 21,5 cm
datiert 18, monogrammiert DP
SCHÄTZPREIS / ESTIMATE °€ 500 - 1000
STARTPREIS / STARTING PRICE °€ 500
Dagobert Peche (Sankt Michael 1887 - 1923 Mödling)
Teapot with fashion design, 1918
mixed media/paper 27,5 x 21,5 cm
dated 18, monogrammed DP
Der Österreicher Dagobert Peche galt als der phantasievollste Künstler der Wiener Werkstätte (WW). Peche studierte 1906 bis 1910 an der Technischen Hochschule bei Karl König, Karl Mayreder, Leopold Simony sowie Max von Ferstel und von 1908 bis 1911 an der Akademie der Bildenden Künste bei Friedrich Ohmann. Nach einer Studienreise nach England wurde der Einfluss der Schwarz-Weiß-Technik des Graphikers Aubrey Beardsley für seine weitere Entwicklung ausschlaggebend. 1911 mit der Goldenen Medaille sowie drei Preisen ausgezeichnet, brachte Peche 1912 dank des Prix de Rome zwei Monate in Paris zu. Der Verleger Alexander Koch in Darmstadt, der Peches ungewöhnliche Begabung erkannt hatte, ermöglichte ihm Veröffentlichungen in der Zeitschrift "Kunst und Dekoration". Seine schöpferische Phantasie, die Zierform über Zweckform stellte, belebte alle kunstgewerblichen Teilgebiete: Tapetenindustrie, Stoffdruck, Spitzenklöppelei. Auch Goldschmiedekunst und Elfenbeinschnitzerei, Spiegelrahmen und Möbelformen, Keramik und Metallwaren, Papierindustrie und Mode (sogenannte Ombré-Farben) wurden durch seine Formensprache beeinflusst. Seine originellen Tapetenentwürfe auf der Tapetenausstellung des k.k. österreichischen Museums für Kunst und Industrie 1913 lenkten zuerst die öffentliche Aufmerksamkeit auf ihn, seine Arbeiten auf der Kölner Werkbundausstellung, 1914, machten seinen Namen auch in Deutschland bekannt. Zu voller Entfaltung gelangte seine Begabung, als er 1915 von Josef Hoffmann zur Mitarbeit in der WW herangezogen wurde. Bekannt wurde Peche für seine Liebe zu zweckbefreiten manieristisch-verspielten Objekten, überzüchteten Luxusgegenständen sowie seine kapraziöse Einfallskraft. 1916, nach der Wiener Mode-Ausstellung 1915/16, übernahm er die Leitung der Zürcher Filiale der WW. 1920 in die Unternehmenszentrale nach Wien zurückgekehrt, beteiligte er sich erfolgreich an den Kunstausstellungen der Jahre 1920 und 1921. Für die ab 11. September 1921 erstmals in den Hofstallungen abgehaltene Wiener internationale Messe schuf Peche den Ausstellungsstand der WW. 1922 stellte er bei der Münchener Gewerbeschau seine bei Flammersheim & Steinmann in Köln entstandenen Tapetenentwürfe aus. Ausstellungen: 1923 Ausstellung von Arbeiten des modernen österreichischen Kunsthandwerks. Dagobert Peche Gedächtnis-Ausstellung, Österreichisches Museum für Kunst und Industrie (heute: MAK – Museum für angewandte Kunst), Wien. 1998 – Die Überwindung der Utilität. Dagobert Peche und die Wiener Werkstätte MAK, Wien. Weiterführende Künstler und Begriffe: Design, Wiener Moderne, Jugendstil, Pop Art, Koloman Moser, Josef Hoffmann, Vally Wieselthier, Michael Powolny, Carl Otto Czeschka, Gustav Klimt, Mathilde Flögl, Carl Moll, Berthold Löffler, Oswald Haerdtl, Otto Prutscher, Lilly Reich, Gudrun Baudisch, Jutta Sika, Susi Singer, Maria Likarz, Carl Breuer, Richard Luksch, Emil Orlik, Ludwig Heinrich Jungnickel
Bitte beachten:
Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu.
Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
The Austrian Dagobert Peche was considered the most imaginative artist of the Wiener Werkstätte (WW). Peche studied from 1906 to 1910 at the Technische Hoschule (Technical College) with Karl König, Karl Mayreder, Leopold Simony and Max von Ferstel and from 1908 to 1911 at the Academy of Fine Arts with Friedrich Ohmann. After a study trip to England, the influence of the black and white technique of the graphic artist Aubrey Beardsley became crucial for his further development. Awarded the Gold Medal and three prizes in 1911, Peche spent two months in Paris in 1912 thanks to the Prix de Rome. The publisher Alexander Koch in Darmstadt, who recognized Peche's unusual talent, enabled him to publish in the magazine "Art and Decoration". His creative imagination, which placed decorative form over functional form, enlivened all arts and crafts areas: wallpaper industry, fabric printing, lace making. Goldsmith's art and ivory carving, mirror frames and furniture shapes, ceramics and metal goods, the paper industry and fashion (so-called ombré colors) were also influenced by his formal language. His original wallpaper designs at the k.k. wallpaper exhibition Austrian Museum of Art and Industry in 1913 first drew public attention to him, and his works at the Cologne Werkbund exhibition in 1914 also made his name known in Germany. His talents reached their full potential when Josef Hoffmann asked him to work for the WW in 1915. Peche became known for his love of unused, manneristically playful objects, over-engineered luxury items and his capricious imagination. In 1916, after the Vienna Fashion Exhibition in 1915/16, he took over management of the Zurich branch of WW. Returning to the company headquarters in Vienna in 1920, he successfully took part in the art exhibitions of 1920 and 1921. Peche created the WW exhibition stand for the Vienna international fair, which was held for the first time in the court stables from September 11, 1921. In 1922 he exhibited his wallpaper designs, which he had created at Flammersheim & Steinmann in Cologne, at the Munich trade show. Exhibitions: 1923 exhibition of works of modern Austrian arts and crafts. Dagobert Peche Memorial Exhibition, Austrian Museum of Art and Industry (today: MAK – Museum of Applied Arts), Vienna. 1998 – Overcoming utilitarianism. Dagobert Peche and the Wiener Werkstätte MAK, Vienna. Further artists and styles: Design, Viennese Modernism, Art Nouveau, Pop Art, Koloman Moser, Josef Hoffmann, Vally Wieselthier, Michael Powolny, Carl Otto Czeschka, Gustav Klimt, Mathilde Flögl, Carl Moll, Berthold Löffler, Oswald Haerdtl, Otto Prutscher, Lilly Reich, Gudrun Baudisch, Jutta Sika, Susi Singer, Maria Likarz, Carl Breuer, Richard Luksch, Emil Orlik, Ludwig Heinrich Jungnickel
PLEASE NOTE:
The purchase price consists of the highest bid plus the buyer's premium, sales tax and, if applicable, the fee of artists resale rights and platform fee. In the case of normal taxation (marked °), a premium of 24% is added to the highest bid. The mandatory sales tax of 13%, for photographs 20%, is added to the sum of the highest bid, the buyer's premium and platfrom fee. The buyer's premium amounts to 28% in case of differential taxation. The sales tax is included in the differential taxation.
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Time, Location
Auction House
Dagobert Peche (Sankt Michael 1887 - 1923 Mödling)
Kanne mit Modeentwurf, 1918
Mischtechnik/Papier 27,5 x 21,5 cm
datiert 18, monogrammiert DP
SCHÄTZPREIS / ESTIMATE °€ 500 - 1000
STARTPREIS / STARTING PRICE °€ 500
Dagobert Peche (Sankt Michael 1887 - 1923 Mödling)
Teapot with fashion design, 1918
mixed media/paper 27,5 x 21,5 cm
dated 18, monogrammed DP
Der Österreicher Dagobert Peche galt als der phantasievollste Künstler der Wiener Werkstätte (WW). Peche studierte 1906 bis 1910 an der Technischen Hochschule bei Karl König, Karl Mayreder, Leopold Simony sowie Max von Ferstel und von 1908 bis 1911 an der Akademie der Bildenden Künste bei Friedrich Ohmann. Nach einer Studienreise nach England wurde der Einfluss der Schwarz-Weiß-Technik des Graphikers Aubrey Beardsley für seine weitere Entwicklung ausschlaggebend. 1911 mit der Goldenen Medaille sowie drei Preisen ausgezeichnet, brachte Peche 1912 dank des Prix de Rome zwei Monate in Paris zu. Der Verleger Alexander Koch in Darmstadt, der Peches ungewöhnliche Begabung erkannt hatte, ermöglichte ihm Veröffentlichungen in der Zeitschrift "Kunst und Dekoration". Seine schöpferische Phantasie, die Zierform über Zweckform stellte, belebte alle kunstgewerblichen Teilgebiete: Tapetenindustrie, Stoffdruck, Spitzenklöppelei. Auch Goldschmiedekunst und Elfenbeinschnitzerei, Spiegelrahmen und Möbelformen, Keramik und Metallwaren, Papierindustrie und Mode (sogenannte Ombré-Farben) wurden durch seine Formensprache beeinflusst. Seine originellen Tapetenentwürfe auf der Tapetenausstellung des k.k. österreichischen Museums für Kunst und Industrie 1913 lenkten zuerst die öffentliche Aufmerksamkeit auf ihn, seine Arbeiten auf der Kölner Werkbundausstellung, 1914, machten seinen Namen auch in Deutschland bekannt. Zu voller Entfaltung gelangte seine Begabung, als er 1915 von Josef Hoffmann zur Mitarbeit in der WW herangezogen wurde. Bekannt wurde Peche für seine Liebe zu zweckbefreiten manieristisch-verspielten Objekten, überzüchteten Luxusgegenständen sowie seine kapraziöse Einfallskraft. 1916, nach der Wiener Mode-Ausstellung 1915/16, übernahm er die Leitung der Zürcher Filiale der WW. 1920 in die Unternehmenszentrale nach Wien zurückgekehrt, beteiligte er sich erfolgreich an den Kunstausstellungen der Jahre 1920 und 1921. Für die ab 11. September 1921 erstmals in den Hofstallungen abgehaltene Wiener internationale Messe schuf Peche den Ausstellungsstand der WW. 1922 stellte er bei der Münchener Gewerbeschau seine bei Flammersheim & Steinmann in Köln entstandenen Tapetenentwürfe aus. Ausstellungen: 1923 Ausstellung von Arbeiten des modernen österreichischen Kunsthandwerks. Dagobert Peche Gedächtnis-Ausstellung, Österreichisches Museum für Kunst und Industrie (heute: MAK – Museum für angewandte Kunst), Wien. 1998 – Die Überwindung der Utilität. Dagobert Peche und die Wiener Werkstätte MAK, Wien. Weiterführende Künstler und Begriffe: Design, Wiener Moderne, Jugendstil, Pop Art, Koloman Moser, Josef Hoffmann, Vally Wieselthier, Michael Powolny, Carl Otto Czeschka, Gustav Klimt, Mathilde Flögl, Carl Moll, Berthold Löffler, Oswald Haerdtl, Otto Prutscher, Lilly Reich, Gudrun Baudisch, Jutta Sika, Susi Singer, Maria Likarz, Carl Breuer, Richard Luksch, Emil Orlik, Ludwig Heinrich Jungnickel
Bitte beachten:
Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu.
Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
The Austrian Dagobert Peche was considered the most imaginative artist of the Wiener Werkstätte (WW). Peche studied from 1906 to 1910 at the Technische Hoschule (Technical College) with Karl König, Karl Mayreder, Leopold Simony and Max von Ferstel and from 1908 to 1911 at the Academy of Fine Arts with Friedrich Ohmann. After a study trip to England, the influence of the black and white technique of the graphic artist Aubrey Beardsley became crucial for his further development. Awarded the Gold Medal and three prizes in 1911, Peche spent two months in Paris in 1912 thanks to the Prix de Rome. The publisher Alexander Koch in Darmstadt, who recognized Peche's unusual talent, enabled him to publish in the magazine "Art and Decoration". His creative imagination, which placed decorative form over functional form, enlivened all arts and crafts areas: wallpaper industry, fabric printing, lace making. Goldsmith's art and ivory carving, mirror frames and furniture shapes, ceramics and metal goods, the paper industry and fashion (so-called ombré colors) were also influenced by his formal language. His original wallpaper designs at the k.k. wallpaper exhibition Austrian Museum of Art and Industry in 1913 first drew public attention to him, and his works at the Cologne Werkbund exhibition in 1914 also made his name known in Germany. His talents reached their full potential when Josef Hoffmann asked him to work for the WW in 1915. Peche became known for his love of unused, manneristically playful objects, over-engineered luxury items and his capricious imagination. In 1916, after the Vienna Fashion Exhibition in 1915/16, he took over management of the Zurich branch of WW. Returning to the company headquarters in Vienna in 1920, he successfully took part in the art exhibitions of 1920 and 1921. Peche created the WW exhibition stand for the Vienna international fair, which was held for the first time in the court stables from September 11, 1921. In 1922 he exhibited his wallpaper designs, which he had created at Flammersheim & Steinmann in Cologne, at the Munich trade show. Exhibitions: 1923 exhibition of works of modern Austrian arts and crafts. Dagobert Peche Memorial Exhibition, Austrian Museum of Art and Industry (today: MAK – Museum of Applied Arts), Vienna. 1998 – Overcoming utilitarianism. Dagobert Peche and the Wiener Werkstätte MAK, Vienna. Further artists and styles: Design, Viennese Modernism, Art Nouveau, Pop Art, Koloman Moser, Josef Hoffmann, Vally Wieselthier, Michael Powolny, Carl Otto Czeschka, Gustav Klimt, Mathilde Flögl, Carl Moll, Berthold Löffler, Oswald Haerdtl, Otto Prutscher, Lilly Reich, Gudrun Baudisch, Jutta Sika, Susi Singer, Maria Likarz, Carl Breuer, Richard Luksch, Emil Orlik, Ludwig Heinrich Jungnickel
PLEASE NOTE:
The purchase price consists of the highest bid plus the buyer's premium, sales tax and, if applicable, the fee of artists resale rights and platform fee. In the case of normal taxation (marked °), a premium of 24% is added to the highest bid. The mandatory sales tax of 13%, for photographs 20%, is added to the sum of the highest bid, the buyer's premium and platfrom fee. The buyer's premium amounts to 28% in case of differential taxation. The sales tax is included in the differential taxation.