Emma Bormann*
Emma Bormann* (Wien 1887 - 1974 Riverside)
Sultan-Ahmed-Moschee
Farbholzschnitt/Papier 22,5 x 19 cm
signiert Bormann, beschriftet Achmed Dschami
SCHÄTZPREIS / ESTIMATE °€ 400 - 800
STARTPREIS / STARTING PRICE °€ 400
Emma Bormann* (Vienna 1887 - 1974 Riverside)
Sultan Ahmed Mosque
color woodcut/paper 22,5 x 19 cm
signed Bormann, inscribed Achmed Dschami
Emma Bormann war eine österreichische Malerin und Grafikerin des 20. Jahrhunderts, die fast 30 Jahre lang in Ostasien und in den USA lebte. Die Tochter des Althistorikers Eugen Bormann studierte 1912 bis 1917 an der Universität Wien und nahm 1913 an der IV. Wiener Universitätsreise nach Sizilien und Tunesien teil, wo sie auch Oskar Laske kennenlernte. Bormann promovierte 1917 in Germanistik und Archäologie. Zeitgleich besuchte sie die Graphische Lehr- und Versuchsanstalt bei Ludwig Michalek und belegte Kurse für grafische Techniken an der Kunstgewerbeschule in München. Danach arbeitete sie als Lehrerin an den Privaten Lehrwerkstätten für grafische Techniken in München. 1918 entstand ihr erster Holzschnitt und der Holzschnitt wurde in Folge auch zu ihrer bevorzugten künstlerischen Technik. 1920 stellte sie zum ersten Mal im Künstlerhaus in Wien aus. 1920 bis 1923 besuchte sie Kurse bei Alfred Cossmann an der Grafischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien, 1926 bis 1939 war sie selbst Lektorin für Zeichnen an der Wiener Universität. Ab 1920 unternahm sie zahlreiche Reisen in Europa, 1936 in die USA. Nach ihrer Zwangsbeurlaubung 1939 ging sie nach China, wo sie bis 1950 Hongkong, Shanghai, Beihai und Peking lebte. Dann kehrte sie über Japan, Hawai und USA nach Europa zurück. Ab 1953 lebte Bormann in Tokio, wo von aus sie Reisen innerhalb Japans und nach Asien unternahm. Ab 1957 lebte sie bei ihren Töchtern in Tokio und Riverside. Die Eindrücke ihrer Reisen und ihres kosmopolitischen Lebens schlugen sich auch in ihren Werken nieder. Bormann schuf vor allem Holz- und Linolschnitte, aber auch Radierungen und Ölgemälde. Ihre bevorzugten Motive waren Stadtansichten und belebte Theater-, Konzert- und Opernsäle. Weiterführende Künstler und Begriffe: Franz Rumpler, Ludwig Michalek, Alfred Coßmann, Franz Čižek, Josef Hoffmann, Karl Prantl, Maria Biljan-Bilger, Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs (VBKÖ), Künstlerhaus Wien, Holzschnitt, Linolschnitt, Handdruck, Exlibris, Stadtansicht, Vogelperspektive, Pinselzeichnung, Gouache, Schablonendruck, Serigraphie, Peking-Oper, japanische Druckkunst, Exilkunst, Frauen in der Grafik, Zwischenkriegszeit, Nachkriegsgrafik, Wien, Klosterneuburg, Shanghai, Peking, Tokio, Mexiko, Hongkong, Thailand, Kambodscha, Riverside
Bitte beachten:
Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu.
Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
Emma Bormann was a 20th-century Austrian painter and graphic artist who lived in East Asia and the United States for almost 30 years. The daughter of the ancient historian Eugen Bormann studied at the University of Vienna from 1912 to 1917 and took part in the fourth Vienna university trip to Sicily and Tunisia in 1913, where she also met Oskar Laske. Bormann received her doctorate in German studies and archeology in 1917. At the same time, she attended Ludwig Michalek's graphic arts training and research institute and took courses in graphic techniques at the arts and crafts school in Munich. She then worked as a teacher at the private training workshops for graphic techniques in Munich. Her first woodcut was created in 1918 and woodcuts subsequently became her preferred artistic technique. In 1920 she exhibited for the first time at the Künstlerhaus in Vienna. From 1920 to 1923 she attended courses with Alfred Cossmann at the Graphic Teaching and Research Institute in Vienna, and from 1926 to 1939 she was a drawing lecturer at the University of Vienna. From 1920 onwards she made numerous trips to Europe and in 1936 to the USA. After her forced leave of absence in 1939, she went to China, where she lived in Hong Kong, Shanghai, Beihai and Beijing until 1950. Then she returned to Europe via Japan, Hawaii and the USA. From 1953 Bormann lived in Tokyo, from where she traveled within Japan and to Asia. From 1957 she lived with her daughters in Tokyo and Riverside. The impressions of her travels and her cosmopolitan life were also reflected in her works. Bormann primarily created woodcuts and linocuts, but also etchings and oil paintings. Her favorite motifs were cityscapes and busy theaters, concerts and opera halls. Further artists and styles: Franz Rumpler, Ludwig Michalek, Alfred Coßmann, Franz Čižek, Josef Hoffmann, Karl Prantl, Maria Biljan-Bilger, Association of Austrian Visual Artists (VBKÖ), Vienna Artists' House, woodcut, linocut, hand printing, ex libris, cityscape, bird's-eye view, brush drawing, gouache, stencil printing, serigraphy, Peking opera, Japanese printmaking, exile art, women in graphic art, interwar period, post-war graphic art, Vienna, Klosterneuburg, Shanghai, Beijing, Tokyo, Mexico, Hong Kong, Thailand, Cambodia, Riverside
PLEASE NOTE:
The purchase price consists of the highest bid plus the buyer's premium, sales tax and, if applicable, the fee of artists resale rights and platform fee. In the case of normal taxation (marked °), a premium of 24% is added to the highest bid. The mandatory sales tax of 13%, for photographs 20%, is added to the sum of the highest bid, the buyer's premium and platfrom fee. The buyer's premium amounts to 28% in case of differential taxation. The sales tax is included in the differential taxation.
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Time, Location
Auction House
Emma Bormann* (Wien 1887 - 1974 Riverside)
Sultan-Ahmed-Moschee
Farbholzschnitt/Papier 22,5 x 19 cm
signiert Bormann, beschriftet Achmed Dschami
SCHÄTZPREIS / ESTIMATE °€ 400 - 800
STARTPREIS / STARTING PRICE °€ 400
Emma Bormann* (Vienna 1887 - 1974 Riverside)
Sultan Ahmed Mosque
color woodcut/paper 22,5 x 19 cm
signed Bormann, inscribed Achmed Dschami
Emma Bormann war eine österreichische Malerin und Grafikerin des 20. Jahrhunderts, die fast 30 Jahre lang in Ostasien und in den USA lebte. Die Tochter des Althistorikers Eugen Bormann studierte 1912 bis 1917 an der Universität Wien und nahm 1913 an der IV. Wiener Universitätsreise nach Sizilien und Tunesien teil, wo sie auch Oskar Laske kennenlernte. Bormann promovierte 1917 in Germanistik und Archäologie. Zeitgleich besuchte sie die Graphische Lehr- und Versuchsanstalt bei Ludwig Michalek und belegte Kurse für grafische Techniken an der Kunstgewerbeschule in München. Danach arbeitete sie als Lehrerin an den Privaten Lehrwerkstätten für grafische Techniken in München. 1918 entstand ihr erster Holzschnitt und der Holzschnitt wurde in Folge auch zu ihrer bevorzugten künstlerischen Technik. 1920 stellte sie zum ersten Mal im Künstlerhaus in Wien aus. 1920 bis 1923 besuchte sie Kurse bei Alfred Cossmann an der Grafischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien, 1926 bis 1939 war sie selbst Lektorin für Zeichnen an der Wiener Universität. Ab 1920 unternahm sie zahlreiche Reisen in Europa, 1936 in die USA. Nach ihrer Zwangsbeurlaubung 1939 ging sie nach China, wo sie bis 1950 Hongkong, Shanghai, Beihai und Peking lebte. Dann kehrte sie über Japan, Hawai und USA nach Europa zurück. Ab 1953 lebte Bormann in Tokio, wo von aus sie Reisen innerhalb Japans und nach Asien unternahm. Ab 1957 lebte sie bei ihren Töchtern in Tokio und Riverside. Die Eindrücke ihrer Reisen und ihres kosmopolitischen Lebens schlugen sich auch in ihren Werken nieder. Bormann schuf vor allem Holz- und Linolschnitte, aber auch Radierungen und Ölgemälde. Ihre bevorzugten Motive waren Stadtansichten und belebte Theater-, Konzert- und Opernsäle. Weiterführende Künstler und Begriffe: Franz Rumpler, Ludwig Michalek, Alfred Coßmann, Franz Čižek, Josef Hoffmann, Karl Prantl, Maria Biljan-Bilger, Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs (VBKÖ), Künstlerhaus Wien, Holzschnitt, Linolschnitt, Handdruck, Exlibris, Stadtansicht, Vogelperspektive, Pinselzeichnung, Gouache, Schablonendruck, Serigraphie, Peking-Oper, japanische Druckkunst, Exilkunst, Frauen in der Grafik, Zwischenkriegszeit, Nachkriegsgrafik, Wien, Klosterneuburg, Shanghai, Peking, Tokio, Mexiko, Hongkong, Thailand, Kambodscha, Riverside
Bitte beachten:
Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu.
Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
Emma Bormann was a 20th-century Austrian painter and graphic artist who lived in East Asia and the United States for almost 30 years. The daughter of the ancient historian Eugen Bormann studied at the University of Vienna from 1912 to 1917 and took part in the fourth Vienna university trip to Sicily and Tunisia in 1913, where she also met Oskar Laske. Bormann received her doctorate in German studies and archeology in 1917. At the same time, she attended Ludwig Michalek's graphic arts training and research institute and took courses in graphic techniques at the arts and crafts school in Munich. She then worked as a teacher at the private training workshops for graphic techniques in Munich. Her first woodcut was created in 1918 and woodcuts subsequently became her preferred artistic technique. In 1920 she exhibited for the first time at the Künstlerhaus in Vienna. From 1920 to 1923 she attended courses with Alfred Cossmann at the Graphic Teaching and Research Institute in Vienna, and from 1926 to 1939 she was a drawing lecturer at the University of Vienna. From 1920 onwards she made numerous trips to Europe and in 1936 to the USA. After her forced leave of absence in 1939, she went to China, where she lived in Hong Kong, Shanghai, Beihai and Beijing until 1950. Then she returned to Europe via Japan, Hawaii and the USA. From 1953 Bormann lived in Tokyo, from where she traveled within Japan and to Asia. From 1957 she lived with her daughters in Tokyo and Riverside. The impressions of her travels and her cosmopolitan life were also reflected in her works. Bormann primarily created woodcuts and linocuts, but also etchings and oil paintings. Her favorite motifs were cityscapes and busy theaters, concerts and opera halls. Further artists and styles: Franz Rumpler, Ludwig Michalek, Alfred Coßmann, Franz Čižek, Josef Hoffmann, Karl Prantl, Maria Biljan-Bilger, Association of Austrian Visual Artists (VBKÖ), Vienna Artists' House, woodcut, linocut, hand printing, ex libris, cityscape, bird's-eye view, brush drawing, gouache, stencil printing, serigraphy, Peking opera, Japanese printmaking, exile art, women in graphic art, interwar period, post-war graphic art, Vienna, Klosterneuburg, Shanghai, Beijing, Tokyo, Mexico, Hong Kong, Thailand, Cambodia, Riverside
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The purchase price consists of the highest bid plus the buyer's premium, sales tax and, if applicable, the fee of artists resale rights and platform fee. In the case of normal taxation (marked °), a premium of 24% is added to the highest bid. The mandatory sales tax of 13%, for photographs 20%, is added to the sum of the highest bid, the buyer's premium and platfrom fee. The buyer's premium amounts to 28% in case of differential taxation. The sales tax is included in the differential taxation.