Ernst Lichtblau*
Ernst Lichtblau* (Wien 1883 - 1963 Wien)
Auf der Bühne, 1920
Bleistift und Buntstift/Papier 25,6 x 24 cm
signiert E. Lichtblau, datiert 1920
SCHÄTZPREIS / ESTIMATE € 800 - 1200
STARTPREIS / STARTING PRICE € 800
Ernst Lichtblau* (Vienna 1883 - 1963 Vienna)
On the stage, 1920
pencil and colored pencil/paper 25,6 x 24 cm
signed E. Lichtblau, dated 1920
Ernst Lichtblau wuchs als jüngster von drei Brüdern in einer wohl situierten Wiener jüdischen Familie in Wien auf. Sein Vater, Johann Lichtblau, war Geschäftsführer der damals größten Meerschaumpfeifenfabrik der Donaumonarchie, die Eigentum seiner Verwandschaft war und ihren Sitz in der Hermanngasse am Wiener Spittelberg hatte. Bereits früh gefördert, absolvierte Ernst Lichtblau 1902 die Staatsgewerbeschule und besuchte in den Jahren 1902 bis 1905 die Meisterklasse bei Otto Wagner an der Wiener Akademie der bildenden Künste. Nach seinem Studium kehrte er erneut an die Staatsgewerbeschule zurück, um dort bis 1914 Fachzeichnen für Möbeltischlerei zu unterrichten. Ab 1912 war Ernst Lichtblau Mitglied des „Deutschen Werkbundes“ und 1914 Gründungsmitglied des „Österreichischen Werkbundes“. Nebenher war Lichtblau als freier Mitarbeiter der Wiener Werkstätte sowie als freiberuflicher Architekt tätig. Zu seinen wichtigsten Bauten zählen u.a. das „Schokoladenhaus“ in Wien Hietzing und ein Doppelhaus in der Wiener Werkbundsiedlung. Zudem beaufsichtigte er als Architekt 1922/23 den Umbau und die Neufassadierung des Hauses „Zum Schwarzen Mohr“, ein Geschäftsgebäude seiner Verwandtschaft. 1939 musste Lichtblau über England in die USA emigrieren, wo er 1947 einen Lehrauftrag für Innenarchitektur an der School of Design in Rhode Island annahm und bis zu seiner Pensionierung unterrichtete. Zwei Jahre vor seinem Tod kehrte Ernst Lichtblau 1961 nach Wien zurück, um seine Arbeit als freier Architekt wieder aufzunehmen. Weiterführende Künstler und Begriffe: Otto Wagner, Josef Hoffmann, Koloman Moser, Adolf Loos, Joseph Maria Olbrich, Richard Luksch, Oskar Strnad, Josef Frank, Margarete Schütte-Lihotzky, Hubert Gessner, Karl Ehn, Clemens Holzmeister, Hugo Häring, Eugen Wachberger, Arthur Grünberger, Richard Neutra, Gerrit Rietveld, Wiener Moderne
Bitte beachten:
Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu.
Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
Ernst Lichtblau was an Austrian artist. His father, Johann Lichtblau, was the managing director and co-owner of the largest meerschaum pipe factory in the Danube Monarchy. Lichtblau graduated from the state trade school in 1902 and attended Otto Wagner's master class at the Vienna Academy of Fine Arts from 1902 to 1905. After his studies, he returned to the state trade school to teach drawing for furniture carpentry until 1914. From 1912 Ernst Lichtblau was a member of the “Deutscher Werkbund” and in 1914 a founding member of the “Österreichischer Werkbund”. Lichtblau also worked as a freelancer for the Wiener Werkstätte and as a freelance architect. His most important buildings include the “Chocolate House” in Vienna Hietzing and a semi-detached house in the Vienna Werkbundsiedlung. In 1922/23, as an architect, he also supervised the renovation and new facade of the “Zum Schwarzen Mohr” house, a commercial building owned by his relatives. In 1939, Lichtblau emigrated via England to the USA, where he taught interior design at the School of Design in Rhode Island from 1947 until his retirement. Two years before his death, Ernst Lichtblau returned to Vienna to resume his work as a freelance architect. Further artists and styles: Otto Wagner, Josef Hoffmann, Koloman Moser, Adolf Loos, Joseph Maria Olbrich, Richard Luksch, Oskar Strnad, Josef Frank, Margarete Schütte-Lihotzky, Hubert Gessner, Karl Ehn, Clemens Holzmeister, Hugo Häring, Eugen Wachberger, Arthur Grünberger, Richard Neutra, Gerrit Rietveld, Viennese Modernism
PLEASE NOTE:
The purchase price consists of the highest bid plus the buyer's premium, sales tax and, if applicable, the fee of artists resale rights and platform fee. In the case of normal taxation (marked °), a premium of 24% is added to the highest bid. The mandatory sales tax of 13%, for photographs 20%, is added to the sum of the highest bid, the buyer's premium and platfrom fee. The buyer's premium amounts to 28% in case of differential taxation. The sales tax is included in the differential taxation.
Estimate
Time, Location
Auction House
Ernst Lichtblau* (Wien 1883 - 1963 Wien)
Auf der Bühne, 1920
Bleistift und Buntstift/Papier 25,6 x 24 cm
signiert E. Lichtblau, datiert 1920
SCHÄTZPREIS / ESTIMATE € 800 - 1200
STARTPREIS / STARTING PRICE € 800
Ernst Lichtblau* (Vienna 1883 - 1963 Vienna)
On the stage, 1920
pencil and colored pencil/paper 25,6 x 24 cm
signed E. Lichtblau, dated 1920
Ernst Lichtblau wuchs als jüngster von drei Brüdern in einer wohl situierten Wiener jüdischen Familie in Wien auf. Sein Vater, Johann Lichtblau, war Geschäftsführer der damals größten Meerschaumpfeifenfabrik der Donaumonarchie, die Eigentum seiner Verwandschaft war und ihren Sitz in der Hermanngasse am Wiener Spittelberg hatte. Bereits früh gefördert, absolvierte Ernst Lichtblau 1902 die Staatsgewerbeschule und besuchte in den Jahren 1902 bis 1905 die Meisterklasse bei Otto Wagner an der Wiener Akademie der bildenden Künste. Nach seinem Studium kehrte er erneut an die Staatsgewerbeschule zurück, um dort bis 1914 Fachzeichnen für Möbeltischlerei zu unterrichten. Ab 1912 war Ernst Lichtblau Mitglied des „Deutschen Werkbundes“ und 1914 Gründungsmitglied des „Österreichischen Werkbundes“. Nebenher war Lichtblau als freier Mitarbeiter der Wiener Werkstätte sowie als freiberuflicher Architekt tätig. Zu seinen wichtigsten Bauten zählen u.a. das „Schokoladenhaus“ in Wien Hietzing und ein Doppelhaus in der Wiener Werkbundsiedlung. Zudem beaufsichtigte er als Architekt 1922/23 den Umbau und die Neufassadierung des Hauses „Zum Schwarzen Mohr“, ein Geschäftsgebäude seiner Verwandtschaft. 1939 musste Lichtblau über England in die USA emigrieren, wo er 1947 einen Lehrauftrag für Innenarchitektur an der School of Design in Rhode Island annahm und bis zu seiner Pensionierung unterrichtete. Zwei Jahre vor seinem Tod kehrte Ernst Lichtblau 1961 nach Wien zurück, um seine Arbeit als freier Architekt wieder aufzunehmen. Weiterführende Künstler und Begriffe: Otto Wagner, Josef Hoffmann, Koloman Moser, Adolf Loos, Joseph Maria Olbrich, Richard Luksch, Oskar Strnad, Josef Frank, Margarete Schütte-Lihotzky, Hubert Gessner, Karl Ehn, Clemens Holzmeister, Hugo Häring, Eugen Wachberger, Arthur Grünberger, Richard Neutra, Gerrit Rietveld, Wiener Moderne
Bitte beachten:
Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu.
Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
Ernst Lichtblau was an Austrian artist. His father, Johann Lichtblau, was the managing director and co-owner of the largest meerschaum pipe factory in the Danube Monarchy. Lichtblau graduated from the state trade school in 1902 and attended Otto Wagner's master class at the Vienna Academy of Fine Arts from 1902 to 1905. After his studies, he returned to the state trade school to teach drawing for furniture carpentry until 1914. From 1912 Ernst Lichtblau was a member of the “Deutscher Werkbund” and in 1914 a founding member of the “Österreichischer Werkbund”. Lichtblau also worked as a freelancer for the Wiener Werkstätte and as a freelance architect. His most important buildings include the “Chocolate House” in Vienna Hietzing and a semi-detached house in the Vienna Werkbundsiedlung. In 1922/23, as an architect, he also supervised the renovation and new facade of the “Zum Schwarzen Mohr” house, a commercial building owned by his relatives. In 1939, Lichtblau emigrated via England to the USA, where he taught interior design at the School of Design in Rhode Island from 1947 until his retirement. Two years before his death, Ernst Lichtblau returned to Vienna to resume his work as a freelance architect. Further artists and styles: Otto Wagner, Josef Hoffmann, Koloman Moser, Adolf Loos, Joseph Maria Olbrich, Richard Luksch, Oskar Strnad, Josef Frank, Margarete Schütte-Lihotzky, Hubert Gessner, Karl Ehn, Clemens Holzmeister, Hugo Häring, Eugen Wachberger, Arthur Grünberger, Richard Neutra, Gerrit Rietveld, Viennese Modernism
PLEASE NOTE:
The purchase price consists of the highest bid plus the buyer's premium, sales tax and, if applicable, the fee of artists resale rights and platform fee. In the case of normal taxation (marked °), a premium of 24% is added to the highest bid. The mandatory sales tax of 13%, for photographs 20%, is added to the sum of the highest bid, the buyer's premium and platfrom fee. The buyer's premium amounts to 28% in case of differential taxation. The sales tax is included in the differential taxation.