Flämisch
Nach 1610
26,5 x 36,5 cm
Bauernfreud. Mit Zange, Dreschflegel, Spies und Messer vertreiben Bauern eine reiche Familie aus ihrem Haus. Öl/Holz, verso Schlagmarke in Form eines Wappens.
Süddeutsche Privatsammlung. Das Gemälde, eines der seltenen, gemalten Darstellungen dieses Sujets, entstand nach einem Blatt aus der Stichfolge von 1610 des Amsterdamer Verlegers Claes Jansz. Visscher und des Stechers Boetius Adamsz. Bolswert nach einem seitenverkehrten Gemälde von David Vinckboons (1576-1632). Bolswerts vier Stiche zeigen zuerst, wie Reiche mit Hilfe von Landsknechten gewaltsam in ein Bauernhaus eindringen. es folgt die Innenansicht des Bauernhauses mit adeligen, ausgelassenen Zechern, die auf Kosten der Bauern leben, danach - als 3. Blatt und Vorbild der vorliegenden Szene - rächen sich die Bauern an ihren reichen Besatzern und jagen sie aus dem Haus. Zuletzt feiern alle, gemeinsam, versöhnt im Freien. Die Akteure innerhalb der Folge sind jeweils andere, so dass jede Szene für sich einen autonomen Charakter beansprucht. So lässt sich dieses Gemälde auch ohne die drei anderen verstehen. Der unbekannte Maler des vorliegenden Gemäldes orientierte sich nicht an Vinckboons flirrend-nervöser Technik in Öl, sondern übersetzte des Schwarz-Weiß-Stich in den kräftig farbigen, plakativen Stil eines Pieter Baltens (1524-1587) oder Pieter Brueghels d.Ä. (1526/30-1569) oder d.J. (1564-1638). Mit einem Gutachten von Dr. Ursula Härting, 2012.
Nach 1610
26,5 x 36,5 cm
Bauernfreud. Mit Zange, Dreschflegel, Spies und Messer vertreiben Bauern eine reiche Familie aus ihrem Haus. Öl/Holz, verso Schlagmarke in Form eines Wappens.
Süddeutsche Privatsammlung. Das Gemälde, eines der seltenen, gemalten Darstellungen dieses Sujets, entstand nach einem Blatt aus der Stichfolge von 1610 des Amsterdamer Verlegers Claes Jansz. Visscher und des Stechers Boetius Adamsz. Bolswert nach einem seitenverkehrten Gemälde von David Vinckboons (1576-1632). Bolswerts vier Stiche zeigen zuerst, wie Reiche mit Hilfe von Landsknechten gewaltsam in ein Bauernhaus eindringen. es folgt die Innenansicht des Bauernhauses mit adeligen, ausgelassenen Zechern, die auf Kosten der Bauern leben, danach - als 3. Blatt und Vorbild der vorliegenden Szene - rächen sich die Bauern an ihren reichen Besatzern und jagen sie aus dem Haus. Zuletzt feiern alle, gemeinsam, versöhnt im Freien. Die Akteure innerhalb der Folge sind jeweils andere, so dass jede Szene für sich einen autonomen Charakter beansprucht. So lässt sich dieses Gemälde auch ohne die drei anderen verstehen. Der unbekannte Maler des vorliegenden Gemäldes orientierte sich nicht an Vinckboons flirrend-nervöser Technik in Öl, sondern übersetzte des Schwarz-Weiß-Stich in den kräftig farbigen, plakativen Stil eines Pieter Baltens (1524-1587) oder Pieter Brueghels d.Ä. (1526/30-1569) oder d.J. (1564-1638). Mit einem Gutachten von Dr. Ursula Härting, 2012.