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Karl Hofer

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Karl Hofer (Karlsruhe 1878 - 1955 Berlin)
Dame mit Schallplatte, 1954
Öl/Leinwand 91 x 71 cm
monogrammiert CH, datiert 54
abgebildet in Eisenbeis, Werkverzeichnis Karl Hofer, 2007, S. 151, Nr. 2715
ausgestellt: K.H., Baukunst, Köln, 1972/73, Nr. 35
K.H., Galerie Baumgartl, München 2001, S. 65

SCHÄTZPREIS / ESTIMATE € 60000 - 80000
STARTPREIS / STARTING PRICE € 60000

Karl Hofer (Karlsruhe 1878 - 1955 Berlin)
Lady with a vinyl record, 1954
oil/canvas 91 x 71 cm
monogrammed CH, dated 54
Listed in Eisenbeis, catalogue raisonné Karl Hofer, 2007, p. 151, no. 2715
province: Exhibited: K.H., Baukunst, Cologne, 1972/73, no. 35
K.H., Galerie Baumgartl, Munich, 2001, p. 65

Der deutsche Maler Karl Hofer (Karlsruhe 1878 – 1955 Berlin) absolvierte nach einer kaufmännischen Lehre ab 1896 ein Stipendiatenstudium an der Kunstakademie Karlsruhe bei Hans Thoma und Robert Poetzelberger, das er 1902 als Meisterschüler von Leopold von Kalckreuth an der Stuttgarter Akademie fortsetzte. Gefördert durch den Mäzen Theodor Reinhart lebte er ab 1903 in Rom, unternahm ausgedehnte Reisen nach Paris, Indien und Norwegen und ließ sich 1908 in Paris nieder, wo er sich mit der klassischen Moderne und Künstlern wie Cézanne auseinandersetzte. 1913 zog er nach Berlin, wo er 1919 durch Paul Cassirer gefördert wurde und ab 1920 als Professor an der Hochschule für bildende Künste lehrte, später deren Direktor (1945–1951); er war Mitbegründer der Badischen Sezession und Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. Hofer entwickelte früh eine expressiv-realistische Malerei mit einer reduzierten, oft düsteren Palette, in der er Einsamkeit, Nacktheit und stille Interieurs darstellte, beeinflusst von der italienischen Prä-Renaissance und dem Magischen Realismus. Seine Bilder zeichnen sich durch klare Konturen, flächige Vereinfachung und eine melancholische Atmosphäre aus, die an die Neue Sachlichkeit und den Expressionismus anknüpft; persönliche Tragödien wie der Verlust von Kindern, die Internierung im Ersten Weltkrieg und der Tod seiner ersten Frau im KZ prägten sein Werk. Unter den Nationalsozialisten 1937 als „entartet“ diffamiert, verlor er 1933 sein Lehramt, wurde aus der Akademie ausgeschlossen und sah 1943 sein Atelier samt Hunderten Werken durch Bomben zerstört. Nach 1945 setzte Hofer seinen Einfluss als streitbarer Fürsprecher figurativer Kunst fort und engagierte Kollegen wie Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff an seine Hochschule; er erhielt Ehrungen wie den Berliner Kunstpreis und das Große Verdienstkreuz. Werke Hofers befinden sich unter anderem in der Nationalgalerie Berlin, der Österreichischen Galerie Belvedere, dem Städel-Museum Frankfurt und der Albertina Wien. Weiterführende Künstler und Begriffe: Hans Thoma, Leopold von Kalckreuth, Theodor Reinhart, Paul Cassirer, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff, Georg Tappert, Hermann Haller, Leopold Ziegler, Otto Dix, George Grosz, Christian Schad, Carlo Mense; Expressionismus, Magischer Realismus, Neue Sachlichkeit, Badische Sezession, Preußische Akademie der Künste, Entartete Kunst, Paul Cézanne, Josef Floch

Bitte beachten:
Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu.
Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.

The German painter Karl Hofer (Karlsruhe 1878 – 1955 Berlin) completed a commercial apprenticeship before beginning a scholarship-based course of study at the Karlsruhe Academy of Fine Arts in 1896 under Hans Thoma and Robert Poetzelberger. He continued his studies in 1902 as a master student of Leopold von Kalckreuth at the Stuttgart Academy. Supported by the patron Theodor Reinhart, he lived in Rome from 1903, undertook extensive travels to Paris, India, and Norway, and settled in Paris in 1908, where he engaged with classical modernism and artists such as Cézanne. In 1913, he moved to Berlin, where he received support from Paul Cassirer in 1919 and became a professor at the Academy of Fine Arts in 1920, later serving as its director (1945–1951). He was a co-founder of the Baden Secession and a member of the Prussian Academy of Arts. Hofer developed an expressive-realistic style of painting early on, characterized by a reduced, often somber palette. He depicted loneliness, nudity, and quiet interiors, influenced by the Italian Pre-Renaissance and Magic Realism. His paintings are distinguished by clear contours, flat simplification, and a melancholic atmosphere reminiscent of New Objectivity and Expressionism. Personal tragedies such as the loss of his children, internment during the First World War, and the death of his first wife in a concentration camp profoundly shaped his work. Denounced as "degenerate" by the National Socialists in 1937, he lost his teaching position in 1933, was expelled from the academy, and in 1943 saw his studio and hundreds of works destroyed by bombs. After 1945, Hofer continued his influence as a vocal advocate for figurative art, attracting colleagues such as Max Pechstein and Karl Schmidt-Rottluff to his academy. He received honors including the Berlin Art Prize and the Grand Cross of Merit. Hofer's works are held in, among other places, the National Gallery in Berlin, the Belvedere Gallery in Austria, the Städel Museum in Frankfurt, and the Albertina in Vienna. Related artists and styles: Hans Thoma, Leopold von Kalckreuth, Theodor Reinhart, Paul Cassirer, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff, Georg Tappert, Hermann Haller, Leopold Ziegler, Otto Dix, George Grosz, Christian Schad, Carlo Mense; Expressionism, Magic Realism, New Objectivity, Baden Secession, Prussian Academy of Arts, Degenerate Art, Paul Cézanne, Josef Floch

PLEASE NOTE:
The purchase price consists of the highest bid plus the buyer's premium, sales tax and, if applicable, the fee of artists resale rights and platform fee. In the case of normal taxation (marked °), a premium of 24% is added to the highest bid. The mandatory sales tax of 13%, for photographs 20%, is added to the sum of the highest bid, the buyer's premium and platfrom fee. The buyer's premium amounts to 28% in case of differential taxation. The sales tax is included in the differential taxation.

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Austria, Vienna
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Karl Hofer (Karlsruhe 1878 - 1955 Berlin)
Dame mit Schallplatte, 1954
Öl/Leinwand 91 x 71 cm
monogrammiert CH, datiert 54
abgebildet in Eisenbeis, Werkverzeichnis Karl Hofer, 2007, S. 151, Nr. 2715
ausgestellt: K.H., Baukunst, Köln, 1972/73, Nr. 35
K.H., Galerie Baumgartl, München 2001, S. 65

SCHÄTZPREIS / ESTIMATE € 60000 - 80000
STARTPREIS / STARTING PRICE € 60000

Karl Hofer (Karlsruhe 1878 - 1955 Berlin)
Lady with a vinyl record, 1954
oil/canvas 91 x 71 cm
monogrammed CH, dated 54
Listed in Eisenbeis, catalogue raisonné Karl Hofer, 2007, p. 151, no. 2715
province: Exhibited: K.H., Baukunst, Cologne, 1972/73, no. 35
K.H., Galerie Baumgartl, Munich, 2001, p. 65

Der deutsche Maler Karl Hofer (Karlsruhe 1878 – 1955 Berlin) absolvierte nach einer kaufmännischen Lehre ab 1896 ein Stipendiatenstudium an der Kunstakademie Karlsruhe bei Hans Thoma und Robert Poetzelberger, das er 1902 als Meisterschüler von Leopold von Kalckreuth an der Stuttgarter Akademie fortsetzte. Gefördert durch den Mäzen Theodor Reinhart lebte er ab 1903 in Rom, unternahm ausgedehnte Reisen nach Paris, Indien und Norwegen und ließ sich 1908 in Paris nieder, wo er sich mit der klassischen Moderne und Künstlern wie Cézanne auseinandersetzte. 1913 zog er nach Berlin, wo er 1919 durch Paul Cassirer gefördert wurde und ab 1920 als Professor an der Hochschule für bildende Künste lehrte, später deren Direktor (1945–1951); er war Mitbegründer der Badischen Sezession und Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. Hofer entwickelte früh eine expressiv-realistische Malerei mit einer reduzierten, oft düsteren Palette, in der er Einsamkeit, Nacktheit und stille Interieurs darstellte, beeinflusst von der italienischen Prä-Renaissance und dem Magischen Realismus. Seine Bilder zeichnen sich durch klare Konturen, flächige Vereinfachung und eine melancholische Atmosphäre aus, die an die Neue Sachlichkeit und den Expressionismus anknüpft; persönliche Tragödien wie der Verlust von Kindern, die Internierung im Ersten Weltkrieg und der Tod seiner ersten Frau im KZ prägten sein Werk. Unter den Nationalsozialisten 1937 als „entartet“ diffamiert, verlor er 1933 sein Lehramt, wurde aus der Akademie ausgeschlossen und sah 1943 sein Atelier samt Hunderten Werken durch Bomben zerstört. Nach 1945 setzte Hofer seinen Einfluss als streitbarer Fürsprecher figurativer Kunst fort und engagierte Kollegen wie Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff an seine Hochschule; er erhielt Ehrungen wie den Berliner Kunstpreis und das Große Verdienstkreuz. Werke Hofers befinden sich unter anderem in der Nationalgalerie Berlin, der Österreichischen Galerie Belvedere, dem Städel-Museum Frankfurt und der Albertina Wien. Weiterführende Künstler und Begriffe: Hans Thoma, Leopold von Kalckreuth, Theodor Reinhart, Paul Cassirer, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff, Georg Tappert, Hermann Haller, Leopold Ziegler, Otto Dix, George Grosz, Christian Schad, Carlo Mense; Expressionismus, Magischer Realismus, Neue Sachlichkeit, Badische Sezession, Preußische Akademie der Künste, Entartete Kunst, Paul Cézanne, Josef Floch

Bitte beachten:
Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu.
Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.

The German painter Karl Hofer (Karlsruhe 1878 – 1955 Berlin) completed a commercial apprenticeship before beginning a scholarship-based course of study at the Karlsruhe Academy of Fine Arts in 1896 under Hans Thoma and Robert Poetzelberger. He continued his studies in 1902 as a master student of Leopold von Kalckreuth at the Stuttgart Academy. Supported by the patron Theodor Reinhart, he lived in Rome from 1903, undertook extensive travels to Paris, India, and Norway, and settled in Paris in 1908, where he engaged with classical modernism and artists such as Cézanne. In 1913, he moved to Berlin, where he received support from Paul Cassirer in 1919 and became a professor at the Academy of Fine Arts in 1920, later serving as its director (1945–1951). He was a co-founder of the Baden Secession and a member of the Prussian Academy of Arts. Hofer developed an expressive-realistic style of painting early on, characterized by a reduced, often somber palette. He depicted loneliness, nudity, and quiet interiors, influenced by the Italian Pre-Renaissance and Magic Realism. His paintings are distinguished by clear contours, flat simplification, and a melancholic atmosphere reminiscent of New Objectivity and Expressionism. Personal tragedies such as the loss of his children, internment during the First World War, and the death of his first wife in a concentration camp profoundly shaped his work. Denounced as "degenerate" by the National Socialists in 1937, he lost his teaching position in 1933, was expelled from the academy, and in 1943 saw his studio and hundreds of works destroyed by bombs. After 1945, Hofer continued his influence as a vocal advocate for figurative art, attracting colleagues such as Max Pechstein and Karl Schmidt-Rottluff to his academy. He received honors including the Berlin Art Prize and the Grand Cross of Merit. Hofer's works are held in, among other places, the National Gallery in Berlin, the Belvedere Gallery in Austria, the Städel Museum in Frankfurt, and the Albertina in Vienna. Related artists and styles: Hans Thoma, Leopold von Kalckreuth, Theodor Reinhart, Paul Cassirer, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff, Georg Tappert, Hermann Haller, Leopold Ziegler, Otto Dix, George Grosz, Christian Schad, Carlo Mense; Expressionism, Magic Realism, New Objectivity, Baden Secession, Prussian Academy of Arts, Degenerate Art, Paul Cézanne, Josef Floch

PLEASE NOTE:
The purchase price consists of the highest bid plus the buyer's premium, sales tax and, if applicable, the fee of artists resale rights and platform fee. In the case of normal taxation (marked °), a premium of 24% is added to the highest bid. The mandatory sales tax of 13%, for photographs 20%, is added to the sum of the highest bid, the buyer's premium and platfrom fee. The buyer's premium amounts to 28% in case of differential taxation. The sales tax is included in the differential taxation.

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Austria, Vienna
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