Lisel Salzer*
Lisel Salzer* (Wien 1906 - 2005 Seattle)
Mädchen mit Puppe
Öl/Leinwand 66 x 50 cm
signiert Lisel Salzer, datiert 65
SCHÄTZPREIS / ESTIMATE °€ 1400 - 2400
STARTPREIS / STARTING PRICE °€ 1400
Lisel Salzer* (Vienna 1906 - 2005 Seattle)
Girl with doll, 1965
oil/canvas 66 x 50 cm
signed Lisel Salzer, dated 65
Salzer wuchs in einer wohlhabenden jüdischen Familie in Wien auf. Ab 1922 studierte sie an der Wiener Frauenakademie bei Hermann Grom-Rottmayer und Ferdinand Kitt und schloss ihre Ausbildung 1929 ab. Bereits 1928 stellte sie als eine der ersten Künstlerinnen in der Wiener Secession aus. Ein dreimonatiger Studienaufenthalt in Paris führte sie 1928 in die Klasse von André Lhote und vermittelte ihr wesentliche Eindrücke der französischen Moderne. In Wien unterhielt Salzer ein eigenes Atelier, das zum Treffpunkt eines intellektuellen und künstlerischen Freundeskreises wurde; zu ihrem Umfeld gehörten unter anderem Hilde Spiel, Bettina Bauer-Ehrlich, Georg Ehrlich und Erich Zeisl. Im Salzkammergut schloss sie sich der Zinkenbacher Malerkolonie an. Ihr Frühwerk umfasst vor allem sensible Porträts, Figurenbilder und Landschaften in Öl, Aquarell und Zeichnung, häufig geprägt von einer klaren, modernen Formauffassung. Als Jüdin emigrierte Salzer 1939 über Paris nach New York, nachdem ihr späterer Ehemann, der Arzt Friedrich Grossmann, Österreich bereits 1938 verlassen hatte. In den Vereinigten Staaten arbeitete sie als Porträtmalerin, Grafikerin und seit 1945 auch als Emailkünstlerin. Nach Aufenthalten in Arizona und Kalifornien übersiedelte das Paar 1950 endgültig nach Seattle. Dort setzte Salzer ihre künstlerische Arbeit fort und zeigte ihre Gemälde und Emails unter anderem im Frye Art Museum und im Seattle Art Museum. 2002 ehrte das Museum der Zinkenbacher Malerkolonie die damals 96-Jährige mit einer Einzelausstellung; 2003 erhielt sie das Goldene Verdienstzeichen des Landes Salzburg. Salzer blieb bis ins hohe Alter tätig und starb 2005 im Alter von 99 Jahren in Seattle. Weiterführende Künstler und Begriffe: Hermann Grom-Rottmayer, Ferdinand Kitt, André Lhote, Bettina Bauer-Ehrlich, Georg Ehrlich, Oskar Laske, Josef Dobrowsky, Ludwig Heinrich Jungnickel, Louise Merkel-Romée, Georg Merkel, Ernst Huber, Lisl Weil, Gudrun Baudisch-Wittke, Wiener Frauenakademie, Wiener Secession, Zinkenbacher Malerkolonie
Bitte beachten:
Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu.
Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
Catherine Marie-Agnès Fal de Saint Phalle, known as Niki de Saint Phalle, later revealed that she had been sexually abused by her father for several years, starting at the age of eleven. Her art became a means of personal processing. Having grown up in New York, she returned to France in 1952 and emerged as a key artist of European post-war modernism. In 1961, alongside her future husband Jean Tinguely as well as Jasper Johns and Robert Rauschenberg, she participated in John Cage’s Variations II at the American Embassy in Paris. Tinguely became her most important artistic partner. Saint Phalle moved within the circle of Nouveau Réalisme (New Realism), a movement theorized by Pierre Restany; artists such as Yves Klein, Arman, César, Christo, and Jacques de la Villeglé represent this expanded realm of object, action, and public art. Beginning in 1965, she created the Nanas—voluptuous female figures made of wire, fabric, and later, polyester. These works exist within the context of feminist and body-oriented art, similar to the approaches developed in various ways by Louise Bourgeois, Yayoi Kusama, and VALIE EXPORT. In 1966, Saint Phalle created *Hon* at the Moderna Museet in Stockholm—a 29-meter-long Nana that visitors could walk inside, combining audience participation, sculpture, and spatial art. In 1979, she began work on the Giardino dei Tarocchi (Tarot Garden) in Capalbio, which opened in 1998. Clad in ceramic and mirror mosaics, the site reflects influences from Antoni Gaudí, Jean Dubuffet, and Jackson Pollock. Starting in 1982, she collaborated with Tinguely to design the Stravinsky Fountain in front of the Centre Pompidou in Paris. In 1999, she undertook the design of the grottoes in Hanover-Herrenhausen. She was awarded the Praemium Imperiale in 2000. Further artists and styles: Hermann Grom-Rottmayer, Ferdinand Kitt, André Lhote, Bettina Bauer-Ehrlich, Georg Ehrlich, Oskar Laske, Josef Dobrowsky, Ludwig Heinrich Jungnickel, Louise Merkel-Romée, Georg Merkel, Ernst Huber, Lisl Weil, Gudrun Baudisch-Wittke, Vienna Women's Academy, Vienna Secession, Zinkenbach Artists' Colony
PLEASE NOTE:
The purchase price consists of the highest bid plus the buyer's premium, sales tax and, if applicable, the fee of artists resale rights and platform fee. In the case of normal taxation (marked °), a premium of 24% is added to the highest bid. The mandatory sales tax of 13%, for photographs 20%, is added to the sum of the highest bid, the buyer's premium and platfrom fee. The buyer's premium amounts to 28% in case of differential taxation. The sales tax is included in the differential taxation.
Lisel Salzer* (Wien 1906 - 2005 Seattle)
Mädchen mit Puppe
Öl/Leinwand 66 x 50 cm
signiert Lisel Salzer, datiert 65
SCHÄTZPREIS / ESTIMATE °€ 1400 - 2400
STARTPREIS / STARTING PRICE °€ 1400
Lisel Salzer* (Vienna 1906 - 2005 Seattle)
Girl with doll, 1965
oil/canvas 66 x 50 cm
signed Lisel Salzer, dated 65
Salzer wuchs in einer wohlhabenden jüdischen Familie in Wien auf. Ab 1922 studierte sie an der Wiener Frauenakademie bei Hermann Grom-Rottmayer und Ferdinand Kitt und schloss ihre Ausbildung 1929 ab. Bereits 1928 stellte sie als eine der ersten Künstlerinnen in der Wiener Secession aus. Ein dreimonatiger Studienaufenthalt in Paris führte sie 1928 in die Klasse von André Lhote und vermittelte ihr wesentliche Eindrücke der französischen Moderne. In Wien unterhielt Salzer ein eigenes Atelier, das zum Treffpunkt eines intellektuellen und künstlerischen Freundeskreises wurde; zu ihrem Umfeld gehörten unter anderem Hilde Spiel, Bettina Bauer-Ehrlich, Georg Ehrlich und Erich Zeisl. Im Salzkammergut schloss sie sich der Zinkenbacher Malerkolonie an. Ihr Frühwerk umfasst vor allem sensible Porträts, Figurenbilder und Landschaften in Öl, Aquarell und Zeichnung, häufig geprägt von einer klaren, modernen Formauffassung. Als Jüdin emigrierte Salzer 1939 über Paris nach New York, nachdem ihr späterer Ehemann, der Arzt Friedrich Grossmann, Österreich bereits 1938 verlassen hatte. In den Vereinigten Staaten arbeitete sie als Porträtmalerin, Grafikerin und seit 1945 auch als Emailkünstlerin. Nach Aufenthalten in Arizona und Kalifornien übersiedelte das Paar 1950 endgültig nach Seattle. Dort setzte Salzer ihre künstlerische Arbeit fort und zeigte ihre Gemälde und Emails unter anderem im Frye Art Museum und im Seattle Art Museum. 2002 ehrte das Museum der Zinkenbacher Malerkolonie die damals 96-Jährige mit einer Einzelausstellung; 2003 erhielt sie das Goldene Verdienstzeichen des Landes Salzburg. Salzer blieb bis ins hohe Alter tätig und starb 2005 im Alter von 99 Jahren in Seattle. Weiterführende Künstler und Begriffe: Hermann Grom-Rottmayer, Ferdinand Kitt, André Lhote, Bettina Bauer-Ehrlich, Georg Ehrlich, Oskar Laske, Josef Dobrowsky, Ludwig Heinrich Jungnickel, Louise Merkel-Romée, Georg Merkel, Ernst Huber, Lisl Weil, Gudrun Baudisch-Wittke, Wiener Frauenakademie, Wiener Secession, Zinkenbacher Malerkolonie
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Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu.
Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
Catherine Marie-Agnès Fal de Saint Phalle, known as Niki de Saint Phalle, later revealed that she had been sexually abused by her father for several years, starting at the age of eleven. Her art became a means of personal processing. Having grown up in New York, she returned to France in 1952 and emerged as a key artist of European post-war modernism. In 1961, alongside her future husband Jean Tinguely as well as Jasper Johns and Robert Rauschenberg, she participated in John Cage’s Variations II at the American Embassy in Paris. Tinguely became her most important artistic partner. Saint Phalle moved within the circle of Nouveau Réalisme (New Realism), a movement theorized by Pierre Restany; artists such as Yves Klein, Arman, César, Christo, and Jacques de la Villeglé represent this expanded realm of object, action, and public art. Beginning in 1965, she created the Nanas—voluptuous female figures made of wire, fabric, and later, polyester. These works exist within the context of feminist and body-oriented art, similar to the approaches developed in various ways by Louise Bourgeois, Yayoi Kusama, and VALIE EXPORT. In 1966, Saint Phalle created *Hon* at the Moderna Museet in Stockholm—a 29-meter-long Nana that visitors could walk inside, combining audience participation, sculpture, and spatial art. In 1979, she began work on the Giardino dei Tarocchi (Tarot Garden) in Capalbio, which opened in 1998. Clad in ceramic and mirror mosaics, the site reflects influences from Antoni Gaudí, Jean Dubuffet, and Jackson Pollock. Starting in 1982, she collaborated with Tinguely to design the Stravinsky Fountain in front of the Centre Pompidou in Paris. In 1999, she undertook the design of the grottoes in Hanover-Herrenhausen. She was awarded the Praemium Imperiale in 2000. Further artists and styles: Hermann Grom-Rottmayer, Ferdinand Kitt, André Lhote, Bettina Bauer-Ehrlich, Georg Ehrlich, Oskar Laske, Josef Dobrowsky, Ludwig Heinrich Jungnickel, Louise Merkel-Romée, Georg Merkel, Ernst Huber, Lisl Weil, Gudrun Baudisch-Wittke, Vienna Women's Academy, Vienna Secession, Zinkenbach Artists' Colony
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