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Margret Bilger*

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Margret Bilger* (Graz 1904 - 1971 Schärding)
Blumenstillleben
Pastell/Papier 60 x 43 cm
signiert M. Bilger

SCHÄTZPREIS / ESTIMATE € 600 - 1000
STARTPREIS / STARTING PRICE € 600

Margret Bilger* (Graz 1904 - 1971 Schärding)
Flower still life
pastel/paper 60 x 43 cm
signed M. Bilger

Die österreichische Künstlerin Margret Bilger besuchte ab 1920 die Kunstgewerbeschule in Graz. 1922 wollte sie sich als Diakonissin verpflichten, die Eltern, die ihre künstlerische Begabung erkannt hatten, konnten sie jedoch davon abbringen und zu einm Studium der Grafik an der Kunstgewerbeschule in Stuttgart überreden. 1924 kehrte sie nach Graz zurück und bewarb sich an der Kunstgewerbeschule in Wien, wo sie von 1925 bis 1929 Grafik und Glasmalerei studierte. 1928 erhielt Bilger den Ersten Österreichischen Staatspreis für die beste Gesamtleistung an der Kunstgewerbeschule. Um ihre kranke Mutter zu pflegen, kehrte Sie 1933 nach Graz zurück. 1934 durchlebte sie mit der Totgeburt ihrer Tochter eine schwere Krise. Im selben Jahr kaufte die Albertina erste Holzrisse, die Stadt Graz verlieh ihr die silberne Medaille. 1936 reiste die Künstlerin mit einer ehemaligen Kollegin der Kunstgewerbeschule nach Dänemark und Deutschland, wo sie besonders Werke von Modersohn-Becker und Marees beeindruckten. Nach ihrer gescheiterten Ehe in Graz übersiedelte die Künstlerin nach Taufkirchen in Oberösterreich, wo sie 1938 Alfred Kubin kennen lernte, der die Qualität ihrer Holzrisse erkannte und in einem ersten Ausstellungskatalog publizierte. 1949 gelang ihr mit einer Ausstellung über ihr graphisches Oeuvre in der Albertina der Durchbruch. Der Kunsthändler Wolfgang Gurlitt nahm sie unter Vertrag. 1952 vertrat Bilger Österreich auf der Biennale in Venedig; Ausstellungen in New York und Tokio folgten. Einen weiteren Schwerpunkt ihres Schaffens bildeten ab 1950 Auftragswerke im Bereich der Glasmalerei, welche sie in den Glaswerkstätten des Stiftes Schlierbach ausführte. Werke von Bilger befinden sich u.a. in der Landesgalerie in Linz, im Salzburger Rupertinum und in der Albertina in Wien. Weiterführende Künstler und Begriffe: Alfred Hrdlicka, Anton Kolig, Werner Pokorny, Margret Bilger, Josef Eberz, Maria Hiller-Foell, Johannes Itten, Joseph Anton Koch, Anton Mahringer, Otto Meyer-Amden, Walter Gropius, Alfred Wickenburg, Karl Schmidt-Rotluff, Hochschule für Angewandte Kunst, Universität für angewandte Kunst, Franz Barwig der Ältere, Wander Bertoni, Max Domenig, Adolf Frohner, Anton Hanak, Matthias Herrmann, Wolfgang Hutter, Erika Giovanna Klien, Gustav Klimt, Hans Knesl, Oskar Kokoschka, Bertold Löffler, Dorit Margreiter, Koloman Moser, Eduard Josef Wimmer-Wisgrill

Bitte beachten:
Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu.
Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.

From 1920, the Austrian artist Margret Bilger attended the Kunstgewerbeschule (arts and crafts school) in Graz. In 1922, she wanted to become a deaconess, but her parents, who recognized her artistic talent, were able to dissuade her and convince her to study graphics at the arts and crafts school in Stuttgart. In 1924, she returned to Graz and applied to the Kunstgewerbeschule (arts and crafts school) in Vienna, where she studied graphics and stained glass from 1925 to 1929. In 1928 Bilger received the First Austrian State Prize for the best overall performance at the arts and crafts school. She returned to Graz in 1933 to care for her sick mother. In 1934 she experienced a serious crisis when her daughter was stillborn. In the same year, the Albertina bought the first wooden engravings and the city of Graz awarded it the silver medal. In 1936 the artist travelled to Denmark and Germany with a former colleague from the Kunstgewerbeschule, where they were particularly impressed by works by Modersohn-Becker and Marees. After her failed marriage in Graz, the artist moved to Taufkirchen in Upper Austria, where she met Alfred Kubin in 1938, who recognized the quality of her wood engravings and published them in a first exhibition catalog. In 1949, she achieved her breakthrough with an exhibition of her graphic oeuvre at the Albertina. The art dealer Wolfgang Gurlitt took her under contract. In 1952, Bilger represented Austria at the Venice Biennale; exhibitions in New York and Tokyo followed. From 1950 onwards, another focus of her activity was commissioned works in the area of stained glass, which she carried out in the glass workshops of Schlierbach Abbey. Works by Bilger arre represented in the Landesgalerie in Linz, in the Rupertinum in Salzburg, in the Albertina in Vienna, and elsewhere. Further artists and styles: Alfred Hrdlicka, Anton Kolig, Werner Pokorny, Margret Bilger, Josef Eberz, Maria Hiller-Foell, Johannes Itten, Joseph Anton Koch, Anton Mahringer, Otto Meyer-Amden, Walter Gropius, Alfred Wickenburg, Karl Schmidt-Rotluff, Hochschule für Angewandte Kunst, Universität für angewandte Kunst, Franz Barwig der Ältere, Wander Bertoni, Max Domenig, Adolf Frohner, Anton Hanak, Matthias Herrmann, Wolfgang Hutter, Erika Giovanna Klien, Gustav Klimt, Hans Knesl, Oskar Kokoschka, Bertold Löffler, Dorit Margreiter, Koloman Moser, Eduard Josef Wimmer-Wisgrill

PLEASE NOTE:
The purchase price consists of the highest bid plus the buyer's premium, sales tax and, if applicable, the fee of artists resale rights and platform fee. In the case of normal taxation (marked °), a premium of 24% is added to the highest bid. The mandatory sales tax of 13%, for photographs 20%, is added to the sum of the highest bid, the buyer's premium and platfrom fee. The buyer's premium amounts to 28% in case of differential taxation. The sales tax is included in the differential taxation.

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Estimate
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Time, Location
26 Nov 2026
Austria, Vienna
Auction House
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Margret Bilger* (Graz 1904 - 1971 Schärding)
Blumenstillleben
Pastell/Papier 60 x 43 cm
signiert M. Bilger

SCHÄTZPREIS / ESTIMATE € 600 - 1000
STARTPREIS / STARTING PRICE € 600

Margret Bilger* (Graz 1904 - 1971 Schärding)
Flower still life
pastel/paper 60 x 43 cm
signed M. Bilger

Die österreichische Künstlerin Margret Bilger besuchte ab 1920 die Kunstgewerbeschule in Graz. 1922 wollte sie sich als Diakonissin verpflichten, die Eltern, die ihre künstlerische Begabung erkannt hatten, konnten sie jedoch davon abbringen und zu einm Studium der Grafik an der Kunstgewerbeschule in Stuttgart überreden. 1924 kehrte sie nach Graz zurück und bewarb sich an der Kunstgewerbeschule in Wien, wo sie von 1925 bis 1929 Grafik und Glasmalerei studierte. 1928 erhielt Bilger den Ersten Österreichischen Staatspreis für die beste Gesamtleistung an der Kunstgewerbeschule. Um ihre kranke Mutter zu pflegen, kehrte Sie 1933 nach Graz zurück. 1934 durchlebte sie mit der Totgeburt ihrer Tochter eine schwere Krise. Im selben Jahr kaufte die Albertina erste Holzrisse, die Stadt Graz verlieh ihr die silberne Medaille. 1936 reiste die Künstlerin mit einer ehemaligen Kollegin der Kunstgewerbeschule nach Dänemark und Deutschland, wo sie besonders Werke von Modersohn-Becker und Marees beeindruckten. Nach ihrer gescheiterten Ehe in Graz übersiedelte die Künstlerin nach Taufkirchen in Oberösterreich, wo sie 1938 Alfred Kubin kennen lernte, der die Qualität ihrer Holzrisse erkannte und in einem ersten Ausstellungskatalog publizierte. 1949 gelang ihr mit einer Ausstellung über ihr graphisches Oeuvre in der Albertina der Durchbruch. Der Kunsthändler Wolfgang Gurlitt nahm sie unter Vertrag. 1952 vertrat Bilger Österreich auf der Biennale in Venedig; Ausstellungen in New York und Tokio folgten. Einen weiteren Schwerpunkt ihres Schaffens bildeten ab 1950 Auftragswerke im Bereich der Glasmalerei, welche sie in den Glaswerkstätten des Stiftes Schlierbach ausführte. Werke von Bilger befinden sich u.a. in der Landesgalerie in Linz, im Salzburger Rupertinum und in der Albertina in Wien. Weiterführende Künstler und Begriffe: Alfred Hrdlicka, Anton Kolig, Werner Pokorny, Margret Bilger, Josef Eberz, Maria Hiller-Foell, Johannes Itten, Joseph Anton Koch, Anton Mahringer, Otto Meyer-Amden, Walter Gropius, Alfred Wickenburg, Karl Schmidt-Rotluff, Hochschule für Angewandte Kunst, Universität für angewandte Kunst, Franz Barwig der Ältere, Wander Bertoni, Max Domenig, Adolf Frohner, Anton Hanak, Matthias Herrmann, Wolfgang Hutter, Erika Giovanna Klien, Gustav Klimt, Hans Knesl, Oskar Kokoschka, Bertold Löffler, Dorit Margreiter, Koloman Moser, Eduard Josef Wimmer-Wisgrill

Bitte beachten:
Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu.
Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.

From 1920, the Austrian artist Margret Bilger attended the Kunstgewerbeschule (arts and crafts school) in Graz. In 1922, she wanted to become a deaconess, but her parents, who recognized her artistic talent, were able to dissuade her and convince her to study graphics at the arts and crafts school in Stuttgart. In 1924, she returned to Graz and applied to the Kunstgewerbeschule (arts and crafts school) in Vienna, where she studied graphics and stained glass from 1925 to 1929. In 1928 Bilger received the First Austrian State Prize for the best overall performance at the arts and crafts school. She returned to Graz in 1933 to care for her sick mother. In 1934 she experienced a serious crisis when her daughter was stillborn. In the same year, the Albertina bought the first wooden engravings and the city of Graz awarded it the silver medal. In 1936 the artist travelled to Denmark and Germany with a former colleague from the Kunstgewerbeschule, where they were particularly impressed by works by Modersohn-Becker and Marees. After her failed marriage in Graz, the artist moved to Taufkirchen in Upper Austria, where she met Alfred Kubin in 1938, who recognized the quality of her wood engravings and published them in a first exhibition catalog. In 1949, she achieved her breakthrough with an exhibition of her graphic oeuvre at the Albertina. The art dealer Wolfgang Gurlitt took her under contract. In 1952, Bilger represented Austria at the Venice Biennale; exhibitions in New York and Tokyo followed. From 1950 onwards, another focus of her activity was commissioned works in the area of stained glass, which she carried out in the glass workshops of Schlierbach Abbey. Works by Bilger arre represented in the Landesgalerie in Linz, in the Rupertinum in Salzburg, in the Albertina in Vienna, and elsewhere. Further artists and styles: Alfred Hrdlicka, Anton Kolig, Werner Pokorny, Margret Bilger, Josef Eberz, Maria Hiller-Foell, Johannes Itten, Joseph Anton Koch, Anton Mahringer, Otto Meyer-Amden, Walter Gropius, Alfred Wickenburg, Karl Schmidt-Rotluff, Hochschule für Angewandte Kunst, Universität für angewandte Kunst, Franz Barwig der Ältere, Wander Bertoni, Max Domenig, Adolf Frohner, Anton Hanak, Matthias Herrmann, Wolfgang Hutter, Erika Giovanna Klien, Gustav Klimt, Hans Knesl, Oskar Kokoschka, Bertold Löffler, Dorit Margreiter, Koloman Moser, Eduard Josef Wimmer-Wisgrill

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The purchase price consists of the highest bid plus the buyer's premium, sales tax and, if applicable, the fee of artists resale rights and platform fee. In the case of normal taxation (marked °), a premium of 24% is added to the highest bid. The mandatory sales tax of 13%, for photographs 20%, is added to the sum of the highest bid, the buyer's premium and platfrom fee. The buyer's premium amounts to 28% in case of differential taxation. The sales tax is included in the differential taxation.

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Time, Location
26 Nov 2026
Austria, Vienna
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