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Marie-Louise von Motesiczky*

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Marie-Louise von Motesiczky* (Wien 1906 - 1996 London)
Stillleben mit Dahlien, 1992
Öl/Leinwand 62 x 48 cm
abgebildet in Schlenker, Werkverzeichnis Motesiczky, 1992, S. 507, N. 317

SCHÄTZPREIS / ESTIMATE °€ 3000 - 4500
STARTPREIS / STARTING PRICE °€ 3000

Marie-Louise von Motesiczky* (Vienna 1906 - 1996 London)
Still life with dahlias, 1992
oil/canvas 62 x 48 cm
depicted in Schlenker, catalog raisonné Motesiczky, 2009, p. 507, nr. 317

Österreichische Malerin des 20. Jahrhunderts. Vertreterin des Expressionismus, zählt zur vergessenen Generation. Der Vater stammt aus dem ungarischen Adel, die Mutter aus einer jüdischen Wiener Bankiersfamilie. Sie war die Schwester des Erfinders der Radioröhre Robert Hermann von Lieben, die Großmutter Anna von Lieben war eine der ersten Patientinnen von Sigmund Freund. Ihr Bruder Karl Motesiczky, Psychoanalytiker und Widerstandkämpfer, starb 1943 in Auschwitz-Birkenau. Sie besuchte ab 1922 die private Kunstschule der tschechischen Künstlerin Carola Machotka in Den Haar. Studierte an der Städelschule in Frankfurt am Main bei Max Beckmann, war ihr Mentor und Lebensfreund. Hielt große Stücke auf sie und sah sie als Nachfolgerin von Paula Modersohn-Becker. Nach dem Anschluss floh sie 1938 über die Niederlande und London nach Amersham, ab 1945 lebte sie in London. Vertiefte ihre Bekanntschaft mit Oskar Kokoschka. Wurde Freundin und Geliebte von Elias Canetti. Unternahm viele Reisen u.a. nach Mexiko, wo sie ihren Kinderheitsfreund Wolfgang Paalen kurz vor seinem Tod traf. Erhielt späte Anerkennung 1985 durch eine Ausstellung im Londoner Goethe-Institut auf Initiative von Hilde Spiel, eine weitere Ausstellung 1994 in der Österreichischen Galerie Belvedere. Schuf ungeschönte Bildnisse ihrer Mutter, eindringliche Selbstporträts und symbolträchtige Stillleben. Einfluss des Lehrers Max Beckmann auch in der rätselhaften Auswahl und Anordnung der Gegenstände sichtbar. „Wenn man nur ein einziges gutes Bild malt, solange man lebt, war es das ganze Leben wert.“ Davon ist Marie-Louise von Motesiczky mit 16 Jahren überzeugt. Drei Jahre zuvor beendet sie ihre schulische Laufbahn, um sich diesen Traum zu erfüllen. Da Motesiczky aus einer wohlhabenden, adeligen Familie stammt, steht ihrem Wunsch nichts im Weg und sie besucht eine private Malschule. Mit Kursen an der Frankfurter Städelschule, der Wiener Kunstgewerbeschule und der Pariser Académie de la Grande Chaumiere bildet sie sich fort. Prägend ist für die junge Malerin in dieser Zeit vor allem Max Beckmann, den sie mit 14 Jahren als Freund der Familie kennenlernt. Sie bewundert ihn sehr und beschreibt selbst, dass ein „geflügeltes Wesen vom Mars keinen größeren Eindruck auf sie hätte machen können.“ Auf Einladung von Beckmann geht die junge Malerin 1927 noch einmal als seine Schülerin an die Frankfurter Städelschule. In den nachfolgenden Jahren lebt und arbeitet sie in Wien, 1938 emigriert sie mit ihrer Mutter nach Amsterdam, etwas später nach England. Zu der Zeit lernt sie den Schriftsteller Elias Canetti kennen, mit dem sie sich auf eine über 50 Jahre andauernde Beziehung einlässt. Der publizierte Briefwechsel der beiden zeugt von einer intensiven Künstlerfreundschaft, aber auch von der tragischen Liebesbeziehung mit dem Egomanen und Frauenheld Canetti. Die Briefe lassen erkennen, dass die talentierte Künstlerin den Dichter bewundert, aber in eine Abhängigkeit von ihm gerät. Canetti ist verheiratet, unterhält mehrere Geliebte, benutzt und demütigt sie, einzig als Malerin spornt er sie an und spricht ihr Mut zu. Das hier abgebildete „Stillleben mit Zigaretten“ lässt nichts von dieser vermeintlich „schwachen Seite“ der Künstlerin erkennen. Es entsteht 1928, als sie bei Beckmann studiert, und zeigt deutlich den Einfluss ihres Lehrers. Motesiczky greift auf einzelne Elemente zurück, wie sie zum Beispiel im „Stillleben mit brennender Kerze“ aus 1921 von Beckmann zu sehen sind. Sie bricht mit der klassischen Perspektive und spielt mit dem Wechsel von Fläche und Raum. Die improvisierte Tischplatte auf dem hellen, brombeerfarbigen Stoff dient als stabile Unterlage für den üppig gefüllten Krug. Neben der Blumenvase liegen vier Zigaretten, die leicht über den Rand der Tischplatte ragen und direkt dem Betrachter zugewandt sind. Geschickt wiederholen sich in den Blüten die Farben der brombeer- und cremefarbigen Tücher. Auch wenn die Blumen nicht detailliert dargestellt sind, erkennt man aufgrund der markanten Farben und Formen Dahlien und Bartnelken. Wie viele ihrer Stillleben ist das Bild ausschnitthaft und der Hintergrund nur angedeutet. Spannend sind die Zigaretten, die neben den Blumen als wichtiges Element ins Bild gesetzt sind. Sie stehen in den 1920er und 1930er Jahren für ein neues Lebensgefühl der Frauen, das von Freiheit, Unabhängigkeit und einer neuen, offener gelebten weiblichen Erotik geprägt ist. Die finanziell unabhängige Malerin nimmt Zeit ihres Lebens kaum am Kunstbetrieb teil, ihr Werk entsteht im Verborgenen und wird erst spät entdeckt. 1966 werden ihre Arbeiten erstmals in ihrer Heimat präsentiert, 1994 findet in der Österreichischen Galerie Belvedere eine Einzelausstellung statt. Anlässlich ihres 100. Geburtstages 2006 zeigt das Wien Museum in Kooperation mit dem Londoner Motesiczky Trust rund 70 Ölgemälde der Malerin. Weiterführende Künstler und Begriffe: Expressionismus, Realismus, Neue Sachlickeit, Stillleben, Porträt, Max Beckmann, Otto Dix, Alice Neel, Paula Modersohn-Becker, Lotte Laserstein, Christian Schad, Figuration, Ernst Ludwig Kirchner, Wassily Kandinsky, Franz Marz, Gabriele Münter, Max Beckmann, Emil Nolde, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rotluff, Egon Schiele, Oskar Kokoschka, Brücke, Cuno Amiet, Max Pechstein, Alexei von Jawlensky, August Macke, Paul Klee, Der blaue Reiter. Friedrich Aduatz, Franz Bronstert, Marc Chagall, Lyonel Feininger, Fritz Fuhrken, Richard Gerstl, Anna Lesznai, Paula Modersohn-Becker, Edvard Munch, Emil Nolde, Max Oppenheimer, Marianne von Werefkin, Georg Philipp Wörlen, Neue Sachlichkeit, Lilly Pollatschek, Josef Gassler, Karl Hauk, Rudolf Dischinger, Otto Dix, Dodo Dörte Clara Wolff, August Wilhelm Dressler, Conrad Felixmüller, George Grosz, Sergius Pauser, Gerta Overbeck, Franz Radziwill, Otto Rudolf Schatz, Franz Sedlacek, Franz Sikora, Rudolf Wacker, Albert Birkle, Max Beckmann, Albin Egger-Lienz, Alfons Walde, Herbert Reyl-Hanisch, Josef Floch, Carry Hauser, Albert Paris Gütersloh, Lois Pregartbauer, Georg Jung

Bitte beachten:
Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu.
Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.

Austrian painter of the 20th century. Representative of Expressionism, belongs to the forgotten generation. Her father came from the Hungarian nobility, her mother from a Jewish Viennese banking family. She was the sister of the inventor of the radio tube Robert Hermann von Lieben, her grandmother Anna von Lieben was one of the first patients of Sigmund Freund. Her brother Karl Motesiczky, psychoanalyst and resistance fighter, died in Auschwitz-Birkenau in 1943. She attended the private art school of the Czech artist Carola Machotka in Den Haar from 1922. Studied at the Städelschule in Frankfurt am Main with Max Beckmann, was her mentor and lifelong friend. Held high regard for her and saw her as a successor to Paula Modersohn-Becker. After the Anschluss, she fled to Amersham via the Netherlands and London in 1938, and lived in London from 1945. Deepened her acquaintance with Oskar Kokoschka. Became a friend and lover of Elias Canetti. Took many trips, including to Mexico, where she met her childhood friend Wolfgang Paalen shortly before his death. Received late recognition in 1985 through an exhibition at the London Goethe Institute on the initiative of Hilde Spiel, another exhibition in 1994 at the Austrian Gallery Belvedere. Created unadorned portraits of her mother, haunting self-portraits, and still lifes rich in symbolism. Influence of teacher Max Beckmann also visible in the enigmatic selection and arrangement of objects. Further artists and styles: "If you only paint one good picture while you're alive, it was worth your whole life." Marie-Louise von Motesiczky, at the age of 16, is convinced of that. Three years earlier, she finished her school career in order to fulfill this dream. Since Motesiczky comes from a wealthy, aristocratic family, nothing stands in the way of her wish and she attends a private painting school. She continued her education with courses at the Frankfurt Städelschule, the Vienna School of Applied Arts and the Paris Académie de la Grande Chaumiere. Max Beckmann, whom she met as a family friend at the age of 14, was particularly formative for the young painter at this time. She admires him greatly and describes herself that a "winged creature from Mars could not have made a greater impression on her." At Beckmann's invitation, the young painter went to the Städelschule in Frankfurt once again in 1927 as his student. In the years that followed she lived and worked in Vienna. In 1938 she emigrated to Amsterdam with her mother, and a little later to England. At that time she met the writer Elias Canetti, with whom she entered into a relationship that lasted more than 50 years. The published correspondence between the two bears witness to an intense artistic friendship, but also to the tragic love affair with the egomaniac and womanizer Canetti. The letters show that the talented artist admires the poet but becomes dependent on him. Canetti is married, has several mistresses, uses and humiliates them, only as a painter does he spur her on and encourage her...

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Austria, Vienna
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Marie-Louise von Motesiczky* (Wien 1906 - 1996 London)
Stillleben mit Dahlien, 1992
Öl/Leinwand 62 x 48 cm
abgebildet in Schlenker, Werkverzeichnis Motesiczky, 1992, S. 507, N. 317

SCHÄTZPREIS / ESTIMATE °€ 3000 - 4500
STARTPREIS / STARTING PRICE °€ 3000

Marie-Louise von Motesiczky* (Vienna 1906 - 1996 London)
Still life with dahlias, 1992
oil/canvas 62 x 48 cm
depicted in Schlenker, catalog raisonné Motesiczky, 2009, p. 507, nr. 317

Österreichische Malerin des 20. Jahrhunderts. Vertreterin des Expressionismus, zählt zur vergessenen Generation. Der Vater stammt aus dem ungarischen Adel, die Mutter aus einer jüdischen Wiener Bankiersfamilie. Sie war die Schwester des Erfinders der Radioröhre Robert Hermann von Lieben, die Großmutter Anna von Lieben war eine der ersten Patientinnen von Sigmund Freund. Ihr Bruder Karl Motesiczky, Psychoanalytiker und Widerstandkämpfer, starb 1943 in Auschwitz-Birkenau. Sie besuchte ab 1922 die private Kunstschule der tschechischen Künstlerin Carola Machotka in Den Haar. Studierte an der Städelschule in Frankfurt am Main bei Max Beckmann, war ihr Mentor und Lebensfreund. Hielt große Stücke auf sie und sah sie als Nachfolgerin von Paula Modersohn-Becker. Nach dem Anschluss floh sie 1938 über die Niederlande und London nach Amersham, ab 1945 lebte sie in London. Vertiefte ihre Bekanntschaft mit Oskar Kokoschka. Wurde Freundin und Geliebte von Elias Canetti. Unternahm viele Reisen u.a. nach Mexiko, wo sie ihren Kinderheitsfreund Wolfgang Paalen kurz vor seinem Tod traf. Erhielt späte Anerkennung 1985 durch eine Ausstellung im Londoner Goethe-Institut auf Initiative von Hilde Spiel, eine weitere Ausstellung 1994 in der Österreichischen Galerie Belvedere. Schuf ungeschönte Bildnisse ihrer Mutter, eindringliche Selbstporträts und symbolträchtige Stillleben. Einfluss des Lehrers Max Beckmann auch in der rätselhaften Auswahl und Anordnung der Gegenstände sichtbar. „Wenn man nur ein einziges gutes Bild malt, solange man lebt, war es das ganze Leben wert.“ Davon ist Marie-Louise von Motesiczky mit 16 Jahren überzeugt. Drei Jahre zuvor beendet sie ihre schulische Laufbahn, um sich diesen Traum zu erfüllen. Da Motesiczky aus einer wohlhabenden, adeligen Familie stammt, steht ihrem Wunsch nichts im Weg und sie besucht eine private Malschule. Mit Kursen an der Frankfurter Städelschule, der Wiener Kunstgewerbeschule und der Pariser Académie de la Grande Chaumiere bildet sie sich fort. Prägend ist für die junge Malerin in dieser Zeit vor allem Max Beckmann, den sie mit 14 Jahren als Freund der Familie kennenlernt. Sie bewundert ihn sehr und beschreibt selbst, dass ein „geflügeltes Wesen vom Mars keinen größeren Eindruck auf sie hätte machen können.“ Auf Einladung von Beckmann geht die junge Malerin 1927 noch einmal als seine Schülerin an die Frankfurter Städelschule. In den nachfolgenden Jahren lebt und arbeitet sie in Wien, 1938 emigriert sie mit ihrer Mutter nach Amsterdam, etwas später nach England. Zu der Zeit lernt sie den Schriftsteller Elias Canetti kennen, mit dem sie sich auf eine über 50 Jahre andauernde Beziehung einlässt. Der publizierte Briefwechsel der beiden zeugt von einer intensiven Künstlerfreundschaft, aber auch von der tragischen Liebesbeziehung mit dem Egomanen und Frauenheld Canetti. Die Briefe lassen erkennen, dass die talentierte Künstlerin den Dichter bewundert, aber in eine Abhängigkeit von ihm gerät. Canetti ist verheiratet, unterhält mehrere Geliebte, benutzt und demütigt sie, einzig als Malerin spornt er sie an und spricht ihr Mut zu. Das hier abgebildete „Stillleben mit Zigaretten“ lässt nichts von dieser vermeintlich „schwachen Seite“ der Künstlerin erkennen. Es entsteht 1928, als sie bei Beckmann studiert, und zeigt deutlich den Einfluss ihres Lehrers. Motesiczky greift auf einzelne Elemente zurück, wie sie zum Beispiel im „Stillleben mit brennender Kerze“ aus 1921 von Beckmann zu sehen sind. Sie bricht mit der klassischen Perspektive und spielt mit dem Wechsel von Fläche und Raum. Die improvisierte Tischplatte auf dem hellen, brombeerfarbigen Stoff dient als stabile Unterlage für den üppig gefüllten Krug. Neben der Blumenvase liegen vier Zigaretten, die leicht über den Rand der Tischplatte ragen und direkt dem Betrachter zugewandt sind. Geschickt wiederholen sich in den Blüten die Farben der brombeer- und cremefarbigen Tücher. Auch wenn die Blumen nicht detailliert dargestellt sind, erkennt man aufgrund der markanten Farben und Formen Dahlien und Bartnelken. Wie viele ihrer Stillleben ist das Bild ausschnitthaft und der Hintergrund nur angedeutet. Spannend sind die Zigaretten, die neben den Blumen als wichtiges Element ins Bild gesetzt sind. Sie stehen in den 1920er und 1930er Jahren für ein neues Lebensgefühl der Frauen, das von Freiheit, Unabhängigkeit und einer neuen, offener gelebten weiblichen Erotik geprägt ist. Die finanziell unabhängige Malerin nimmt Zeit ihres Lebens kaum am Kunstbetrieb teil, ihr Werk entsteht im Verborgenen und wird erst spät entdeckt. 1966 werden ihre Arbeiten erstmals in ihrer Heimat präsentiert, 1994 findet in der Österreichischen Galerie Belvedere eine Einzelausstellung statt. Anlässlich ihres 100. Geburtstages 2006 zeigt das Wien Museum in Kooperation mit dem Londoner Motesiczky Trust rund 70 Ölgemälde der Malerin. Weiterführende Künstler und Begriffe: Expressionismus, Realismus, Neue Sachlickeit, Stillleben, Porträt, Max Beckmann, Otto Dix, Alice Neel, Paula Modersohn-Becker, Lotte Laserstein, Christian Schad, Figuration, Ernst Ludwig Kirchner, Wassily Kandinsky, Franz Marz, Gabriele Münter, Max Beckmann, Emil Nolde, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rotluff, Egon Schiele, Oskar Kokoschka, Brücke, Cuno Amiet, Max Pechstein, Alexei von Jawlensky, August Macke, Paul Klee, Der blaue Reiter. Friedrich Aduatz, Franz Bronstert, Marc Chagall, Lyonel Feininger, Fritz Fuhrken, Richard Gerstl, Anna Lesznai, Paula Modersohn-Becker, Edvard Munch, Emil Nolde, Max Oppenheimer, Marianne von Werefkin, Georg Philipp Wörlen, Neue Sachlichkeit, Lilly Pollatschek, Josef Gassler, Karl Hauk, Rudolf Dischinger, Otto Dix, Dodo Dörte Clara Wolff, August Wilhelm Dressler, Conrad Felixmüller, George Grosz, Sergius Pauser, Gerta Overbeck, Franz Radziwill, Otto Rudolf Schatz, Franz Sedlacek, Franz Sikora, Rudolf Wacker, Albert Birkle, Max Beckmann, Albin Egger-Lienz, Alfons Walde, Herbert Reyl-Hanisch, Josef Floch, Carry Hauser, Albert Paris Gütersloh, Lois Pregartbauer, Georg Jung

Bitte beachten:
Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu.
Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.

Austrian painter of the 20th century. Representative of Expressionism, belongs to the forgotten generation. Her father came from the Hungarian nobility, her mother from a Jewish Viennese banking family. She was the sister of the inventor of the radio tube Robert Hermann von Lieben, her grandmother Anna von Lieben was one of the first patients of Sigmund Freund. Her brother Karl Motesiczky, psychoanalyst and resistance fighter, died in Auschwitz-Birkenau in 1943. She attended the private art school of the Czech artist Carola Machotka in Den Haar from 1922. Studied at the Städelschule in Frankfurt am Main with Max Beckmann, was her mentor and lifelong friend. Held high regard for her and saw her as a successor to Paula Modersohn-Becker. After the Anschluss, she fled to Amersham via the Netherlands and London in 1938, and lived in London from 1945. Deepened her acquaintance with Oskar Kokoschka. Became a friend and lover of Elias Canetti. Took many trips, including to Mexico, where she met her childhood friend Wolfgang Paalen shortly before his death. Received late recognition in 1985 through an exhibition at the London Goethe Institute on the initiative of Hilde Spiel, another exhibition in 1994 at the Austrian Gallery Belvedere. Created unadorned portraits of her mother, haunting self-portraits, and still lifes rich in symbolism. Influence of teacher Max Beckmann also visible in the enigmatic selection and arrangement of objects. Further artists and styles: "If you only paint one good picture while you're alive, it was worth your whole life." Marie-Louise von Motesiczky, at the age of 16, is convinced of that. Three years earlier, she finished her school career in order to fulfill this dream. Since Motesiczky comes from a wealthy, aristocratic family, nothing stands in the way of her wish and she attends a private painting school. She continued her education with courses at the Frankfurt Städelschule, the Vienna School of Applied Arts and the Paris Académie de la Grande Chaumiere. Max Beckmann, whom she met as a family friend at the age of 14, was particularly formative for the young painter at this time. She admires him greatly and describes herself that a "winged creature from Mars could not have made a greater impression on her." At Beckmann's invitation, the young painter went to the Städelschule in Frankfurt once again in 1927 as his student. In the years that followed she lived and worked in Vienna. In 1938 she emigrated to Amsterdam with her mother, and a little later to England. At that time she met the writer Elias Canetti, with whom she entered into a relationship that lasted more than 50 years. The published correspondence between the two bears witness to an intense artistic friendship, but also to the tragic love affair with the egomaniac and womanizer Canetti. The letters show that the talented artist admires the poet but becomes dependent on him. Canetti is married, has several mistresses, uses and humiliates them, only as a painter does he spur her on and encourage her...

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