Nürnberger Meister Umkreis des Michael Wolgemut (1434 - 1519): Salvator Mundi mit den zwölf Aposteln
Nürnberger Meister Umkreis des Michael Wolgemut (1434 - 1519)
Nürnberger Meister Umkreis des Michael Wolgemut (1434 - 1519)
Salvator Mundi mit den zwölf Aposteln
um 1490
Öl auf Holz; gerahmt
47,5 x 129 cm
Privatsammlung, Deutschland
Das vorliegende spätgotische Tafelgemälde mit der Darstellung des Salvator Mundi und der zwölf Apostel entstand um 1490 im Nürnberger Kunstkreis und ist einem Künstler aus dem unmittelbaren Umfeld Michael Wolgemuts zuzuschreiben. Wolgemut, Schüler von Hans Pleydenwurff (1420-1472), zählt zu den bedeutendsten Vertretern der älteren fränkischen Malerschule. Als Maler und Meister des Holzschnitts war er zudem der Lehrmeister Albrecht Dürers (1471-1528).
Das Gemälde steht charakteristisch in der Tradition der Nürnberger Tafelmalerei um 1490. Im Zentrum erscheint Christus als Salvator Mundi, als Weltenherrscher und Erlöser, begleitet von den zwölf Aposteln. Die Darstellung verbindet die sakrale Funktion des Bildes mit einer repräsentativen, streng geordneten Figurenkomposition und entspricht damit der Bildsprache der spätgotischen Nürnberger Malerei.
Für die ursprüngliche Funktion des Gemäldes ist seine Gestaltung als Predella von besonderer Bedeutung. Als Predella bezeichnet man den meist hölzernen, flachen Sockel eines spätmittelalterlichen Altarretabels, der zwischen der Mensa und dem eigentlichen Retabel vermittelt. Sie schließt den Altar nicht nur architektonisch ab, sondern verbindet auch inhaltlich und kompositorisch den Altartisch mit dem darüberliegenden Bildprogramm. Predellen trugen häufig Darstellungen, die das Thema des Hauptretabels ergänzten, vertieften oder erzählerisch fortführten, etwa mit Bezug auf das Heilsgeschehen, das Leben Christi oder die Passion. In diesem Zusammenhang ist auch die Darstellung des Salvator Mundi mit den zwölf Aposteln als Teil eines übergeordneten theologischen Bildprogramms zu verstehen.
Das Werk ist somit nicht allein als eigenständige spätgotische Tafelmalerei von Interesse, sondern zugleich als Zeugnis der liturgischen und bildprogrammatischen Funktion Nürnberger Altarretabel um 1490. In seiner stilistischen Nähe zur Werkstatttradition Michael Wolgemuts vermittelt es einen eindrucksvollen Einblick in die Nürnberger Malerei am Übergang zur Renaissance.
Differenzbesteuert (30% im Aufgeld ist eine 20%ige Umsatzsteuer enthalten) / Differential Taxation (30% including 20% sales tax)
Zusätze zu unserer Geschäftsordnung
Nürnberger Meister Umkreis des Michael Wolgemut (1434 - 1519)
Master of Nuremberg Circle of Michael Wolgemut (1434 - 1519)
Salvator Mundi with the Twelve Apostles
c. 1490
oil on panel; framed
47,5 x 129 cm
private collection, Germany
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Nürnberger Meister Umkreis des Michael Wolgemut (1434 - 1519)
Nürnberger Meister Umkreis des Michael Wolgemut (1434 - 1519)
Salvator Mundi mit den zwölf Aposteln
um 1490
Öl auf Holz; gerahmt
47,5 x 129 cm
Privatsammlung, Deutschland
Das vorliegende spätgotische Tafelgemälde mit der Darstellung des Salvator Mundi und der zwölf Apostel entstand um 1490 im Nürnberger Kunstkreis und ist einem Künstler aus dem unmittelbaren Umfeld Michael Wolgemuts zuzuschreiben. Wolgemut, Schüler von Hans Pleydenwurff (1420-1472), zählt zu den bedeutendsten Vertretern der älteren fränkischen Malerschule. Als Maler und Meister des Holzschnitts war er zudem der Lehrmeister Albrecht Dürers (1471-1528).
Das Gemälde steht charakteristisch in der Tradition der Nürnberger Tafelmalerei um 1490. Im Zentrum erscheint Christus als Salvator Mundi, als Weltenherrscher und Erlöser, begleitet von den zwölf Aposteln. Die Darstellung verbindet die sakrale Funktion des Bildes mit einer repräsentativen, streng geordneten Figurenkomposition und entspricht damit der Bildsprache der spätgotischen Nürnberger Malerei.
Für die ursprüngliche Funktion des Gemäldes ist seine Gestaltung als Predella von besonderer Bedeutung. Als Predella bezeichnet man den meist hölzernen, flachen Sockel eines spätmittelalterlichen Altarretabels, der zwischen der Mensa und dem eigentlichen Retabel vermittelt. Sie schließt den Altar nicht nur architektonisch ab, sondern verbindet auch inhaltlich und kompositorisch den Altartisch mit dem darüberliegenden Bildprogramm. Predellen trugen häufig Darstellungen, die das Thema des Hauptretabels ergänzten, vertieften oder erzählerisch fortführten, etwa mit Bezug auf das Heilsgeschehen, das Leben Christi oder die Passion. In diesem Zusammenhang ist auch die Darstellung des Salvator Mundi mit den zwölf Aposteln als Teil eines übergeordneten theologischen Bildprogramms zu verstehen.
Das Werk ist somit nicht allein als eigenständige spätgotische Tafelmalerei von Interesse, sondern zugleich als Zeugnis der liturgischen und bildprogrammatischen Funktion Nürnberger Altarretabel um 1490. In seiner stilistischen Nähe zur Werkstatttradition Michael Wolgemuts vermittelt es einen eindrucksvollen Einblick in die Nürnberger Malerei am Übergang zur Renaissance.
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Nürnberger Meister Umkreis des Michael Wolgemut (1434 - 1519)
Master of Nuremberg Circle of Michael Wolgemut (1434 - 1519)
Salvator Mundi with the Twelve Apostles
c. 1490
oil on panel; framed
47,5 x 129 cm
private collection, Germany
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