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REFORMATION - Badener Disputation

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REFORMATION - Badener Disputation -

Die disputacion vor den XII orten einer loblichen eidtgnoschafft namlich Bern Lutzern Ury Schvuytz Undervualden ob vnnd nidt dem kernwalt Zug mitt dem sampt vsseren ampt Glaris Basel Friburg Solathorn Schaffhusen vnd Appenzell, von wegen der einigkeit in christlichem glauben in iren landen vnd vndterthonen der fier bistumb Costentz Basel, Losanen vnd Chur beschehen.
Luzern, T. Murner, 18. Mai 1527. 21,5 x 15,5 cm. [13] Bll., [1] w. Bl., [168] Bll. Holzdeckelband mit halbem Schweinslederbezug und 2 intakten Messingschliessen (etwas fleckig und berieben, Rücken mit alt restauriertem Einriss am oberen Kapital).

VD16 M 7033 - Goedeke II, 219, 51a - Kuczynski 2021. - Erste Ausgabe. - Die von Thomas Murner (1475-1537) redigierten und in der eigenen Offizin gedruckten offiziellen Akten des vom 19. Mai bis 8. Juni 1526 in Baden geführten Religionsgesprächs. Murner hatte sich bereits 1524 in Strassburg kurzzeitig als Drucker betätigt. Nachdem er 1525 ins Franziskanerkloster in Luzern geflohen war, druckte er dort insgesamt vierzehn, alle gegen die Reformation gerichtete Publikationen. - "Mit der Badener Disputation 1526 versuchten die altgläubigen Kräfte Hudrych Zwingli zum Schweigen zu bringen und die Einheit der sich spaltenden Kirche in der Eidgenossenschaft zu retten. Wie vorauszusehen war, unterlag die reformatorische Seite in diesem Streitgespräch. Die Disputation in Baden erwies sich für die Papsttreuen jedoch als ein Pyrrhussieg, weil sie zur Folge hatte, dass sich die weltlichen Obrikeiten in Basel und Bern nun deutlicher für die Reformation öffneten." (Christian Scheidegger, Die Bücherzensur in der Schweiz von der Reformation bis 1600, in: Ders. und Urs B. Leu (Hrsg.), Buchdruck und Reformation in der Schweiz, Zürich 2018, S. 379.) - Vorliegendes Exemplar wurde, wie die gesamte Auflage, durch die eigenhändige Unterschrift des Obernotars der Disputation, Johannes Huber, auf dem Titelblatt zertifiziert. - Etwas gebräunt, im Unterrand stellenweise gering finger- bzw. feuchtfleckig, fliegende Vorsätze entfernt. - Spiegel mit hs. Besitzvermerk von 1572 sowie Wappen-Exlibris des bekannten englischen Bibliophilen Albert Ehrman (1890-1969).

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Switzerland, Zurich
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REFORMATION - Badener Disputation -

Die disputacion vor den XII orten einer loblichen eidtgnoschafft namlich Bern Lutzern Ury Schvuytz Undervualden ob vnnd nidt dem kernwalt Zug mitt dem sampt vsseren ampt Glaris Basel Friburg Solathorn Schaffhusen vnd Appenzell, von wegen der einigkeit in christlichem glauben in iren landen vnd vndterthonen der fier bistumb Costentz Basel, Losanen vnd Chur beschehen.
Luzern, T. Murner, 18. Mai 1527. 21,5 x 15,5 cm. [13] Bll., [1] w. Bl., [168] Bll. Holzdeckelband mit halbem Schweinslederbezug und 2 intakten Messingschliessen (etwas fleckig und berieben, Rücken mit alt restauriertem Einriss am oberen Kapital).

VD16 M 7033 - Goedeke II, 219, 51a - Kuczynski 2021. - Erste Ausgabe. - Die von Thomas Murner (1475-1537) redigierten und in der eigenen Offizin gedruckten offiziellen Akten des vom 19. Mai bis 8. Juni 1526 in Baden geführten Religionsgesprächs. Murner hatte sich bereits 1524 in Strassburg kurzzeitig als Drucker betätigt. Nachdem er 1525 ins Franziskanerkloster in Luzern geflohen war, druckte er dort insgesamt vierzehn, alle gegen die Reformation gerichtete Publikationen. - "Mit der Badener Disputation 1526 versuchten die altgläubigen Kräfte Hudrych Zwingli zum Schweigen zu bringen und die Einheit der sich spaltenden Kirche in der Eidgenossenschaft zu retten. Wie vorauszusehen war, unterlag die reformatorische Seite in diesem Streitgespräch. Die Disputation in Baden erwies sich für die Papsttreuen jedoch als ein Pyrrhussieg, weil sie zur Folge hatte, dass sich die weltlichen Obrikeiten in Basel und Bern nun deutlicher für die Reformation öffneten." (Christian Scheidegger, Die Bücherzensur in der Schweiz von der Reformation bis 1600, in: Ders. und Urs B. Leu (Hrsg.), Buchdruck und Reformation in der Schweiz, Zürich 2018, S. 379.) - Vorliegendes Exemplar wurde, wie die gesamte Auflage, durch die eigenhändige Unterschrift des Obernotars der Disputation, Johannes Huber, auf dem Titelblatt zertifiziert. - Etwas gebräunt, im Unterrand stellenweise gering finger- bzw. feuchtfleckig, fliegende Vorsätze entfernt. - Spiegel mit hs. Besitzvermerk von 1572 sowie Wappen-Exlibris des bekannten englischen Bibliophilen Albert Ehrman (1890-1969).

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