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Sammlung von Autographen von Elisabeth Förster-Nietzsche (1846-1935), der Schwester und alleinigen Nachlassverwalterin ihres Bruders Friedrich Nietzsche (1844-1900) aus den Jahren 1919 und 1926. Enthält Brief vo, 30. Juni 1919 an Bernhard Hempelmann (3 S.), Brief an Dr. Baumgarten (4 S.) vom vom 31. Juli 1919 je mit dem Zusatz "dictiert". - Briefkarte an Bernhard Hempelmann vom 25. Juni. Dankeskarte vom 10. Juli 1926 zum 80. Geburtstag von Elisabeth Förster Nietszche. - Je in den originalen Umschlägen "Nietzsche Archiv, Weimar".

Nietzscheana - Sammlung Dite

Philosophie und Soziologie – Die Karte vom 25. Juni (1919): Die Karte ist eine gedruckte Visitenkarte, auf der Elisabeth Förster-Nietzsche ihren Namen, das Nietzsche-Archiv, die Adresse Luisenstraße 36 und ihre Empfangszeit "Sonnabends von 4-6½ Uhr zu Hause" führt. Handschriftlich hat sie sich oben an Hempelmann gewandt: "Meine lieben Freunde". Sie fragt, ob es dabei bleibt, dass die Hempelmanns am Freitagnachmittag mit ihrem lieben Besuch zu ihr kommen und ihr damit eine Freude machen. Der Freitagstermin liegt außerhalb ihres üblichen Sonnabendsempfangs und war offenbar eine persönliche Einladung. Der Besuch brachte offenbar auch Gäste mit, auf die sie sich freut. - Der Brief vom 30. Juni 1919 an Bernhard Hempelmann: Der Brief beginnt mit dem Dank für den Besuch am Freitag. Er habe ihr "wirklich wohlgetan" und sie für die Stunden des Beisammenseins aus ihrer "schrecklichen Melancholie" gerissen. Anschließend zeigt sie sich besorgt, ob die Gäste ohne Regen nach Hause gekommen seien, und gesteht, dass sie sich deshalb etwas beunruhigt habe. Dann bedauert sie, die Familie nicht lieber zum Sonnabend gebeten zu haben, weil es dort manchmal "ganz amüsant" sei. Das schildert sie an Beispielen. Der letzte Sonnabend sei besonders zahlreich besucht gewesen, weil es der letzte vor den Ferien war, wenn viele verreisen. Die Fürstin Wied von Albanien sei sehr angenehm gewesen, ebenso ihre Umgebung. Wirklich entzückend sei aber der Pianist Professor Scharwenka gewesen, der Chopin und Liszt so himmlisch gespielt habe, dass alle tief bewegt waren. Der Nichte Hempelmanns, dem "reizenden jungen Mädchen", hätte es Vergnügen bereitet, das Archiv im vollen gesellschaftlichen Betrieb zu sehen. Im letzten Absatz wird sie geschäftlich. Sie bittet "heute dringend" um seine halbjährliche Rechnung, will ihre Schulden begleichen und in dieser Woche ihre Geldangelegenheiten ordnen. Zum Schluss grüßt sie Frau und Nichte Hempelmanns und dankt ihm für seine Fürsorge. Die Passage über Geld zeigt, dass Hempelmann sie regelmäßig belieferte oder versorgte und dass die Rechnung halbjährlich beglichen wurde. Der Brief vom 31. Juli 1919: an Dr. Baumgarten: Der Brief ist der gedanklich dichteste. Er beginnt mit dem Dank für zwei Bücher des Pastors Stützer, die ihr große Freude und wirklichen Trost gegeben hätten. Sie gesteht, dass sie sich gegen die Schwermut über das Schicksal des Vaterlandes lange gewehrt habe, doch alle festen Vorsätze, sich daraus zu reißen, hülfen jetzt nicht mehr. Seltsamerweise helfe ihr noch am besten die Erinnerung an Paraguay, genauer an die vielerlei Schwierigkeiten der Auswanderung. Das Thema ist für sie aktuell, weil jetzt viele prachtvolle junge Männer auswandern müssten, da sich besonders in den gebildeten Ständen alle Zukunftsmöglichkeiten so stark verringert hätten. Weil sie oft nach Paraguay gefragt werde, müsse sie sich häufig in ihre südamerikanische Zeit zurückversetzen. Mit großem Interesse habe sie den Lebensgang des Pastors Stützer gelesen. Wenn sie die Zeitungsnachrichten nicht mehr aushalten konnte, habe sie das Blatt beiseitegelegt und zum "roten Buch" gegriffen, wobei ihr immer ganz analoge Erfahrungen eingefallen seien. Das Buch habe ihr manche Stunde Vergessenheit der Gegenwart gebracht, und das bedeute Erholung. Dann wendet sie sich dem Persönlichen zu. Es freut sie, dass sie die Adressatin und die Hempelmanns noch empfangen konnte, als sie frischer war und mehr Kraft hatte, diese "gräßlichen Zeiten" zu überwinden. Jetzt sehe ihr alles täglich trüber aus, und sie merke, dass sie zu alt sei, um noch an eine bessere Zukunft Deutschlands zu glauben. Der Jugendmut sehe alles anders, und so wünsche sie dem reizenden jungen Mädchen von zwanzig Jahren den freudigen Zukunftsglauben, der selbst die Gegenwart erträglich mache. Am Ende dankt sie nochmals für die Büchersendung und lobt die ausgezeichneten Hempelmanns, die sie nach wie vor in freundschaftlichster Weise versorgten. Es tue ihr wohl, dass gute Freunde ihres Haushalts gedächten und zur rechten Zeit für ihn sorgten, was sie selbst nicht immer könne, weil sie mit wissenschaftlichen Arbeiten überhäuft sei und manches vergesse. Diese zarte Fürsorge in schwierigen Zeiten werde sie nie vergessen. - Förster-Nietzsche gründete das Nietzsche-Archiv 1894 in Naumburg, 1896 zog es nach Weimar um. Die Villa an der damaligen Luisenstraße, der heutigen Humboldtstraße 36, passt zur Adresse der Karte. Das Archiv hatte einen salonartigen Charakter, der zum Sonnabendsempfang in den Stücken passt. Die Stiftung Nietzsche-Archiv entstand 1908, Förster-Nietzsche blieb aber de facto die letzte Entscheidungsinstanz. Die Stücke zeigen ihre Rolle im Alltag: Sie hält Hof, pflegt Kontakte und regelt Finanzen. Das passt zu ihrer Stellung als Gastgeberin, von der Zeitgenossen berichteten. Dass sie klagt, mit "wissenschaftlichen Arbeiten überhäuft" zu sein, passt zu einer Phase, in der das Archiv unter ihrer Leitung weiter Editionen betrieb. Der Sommer 1919 liegt zwischen Kriegsende und der Weimarer Verfassung. Ihre Schwermut über "unser geliebtes Vaterland" spiegelt die Stimmung vieler Konservativer nach der Niederlage. Nach 1918 setzte eine neue Erfolgswelle des "Zarathustra" ein, die sie argwöhnisch beobachtete, weil sie nicht wollte, dass sich "die Falschen" auf Nietzsche berufen. 1919/20 schloss sie sich der Deutschnationalen Partei an, und Oswald Spengler kam in den Stiftungsvorstand. Im Brief vom 31. Juli finden sich keine politischen Aussagen, nur die allgemeine Klage über die Zeit. Der Paraguay-Bezug hat biografische Wurzeln. Sie wanderte 1886 mit ihrem Mann Bernhard Förster aus, zog 1888 in Nueva Germania ein und kehrte 1893 zurück. Dass sie 1919 oft nach Paraguay gefragt wurde und Auswanderungsliteratur las, passt zur Lage der Zeit, über die sie im Brief schreibt.

Philosophy and Sociology – A collection of autographs by Elisabeth Förster-Nietzsche (1846-1935), sister and sole executor of the literary estate of her brother Friedrich Nietzsche (1844-1900), dating from 1919 and 1926. It contains a letter of 30 June 1919 to Bernhard Hempelmann (3 pp.) and a letter of 31 July 1919 to Dr. Baumgarten (4 pp.), each marked "dictated" ("dictiert"). It also contains a note card to Bernhard Hempelmann dated 25 June, and a thank-you card dated 10 July 1926 for Elisabeth Förster-Nietzsche's 80th birthday. Each item is in its original "Nietzsche-Archiv, Weimar" envelope. The card of 25 June (1919): The card is a printed visiting card on which Elisabeth Förster-Nietzsche gives her name, the Nietzsche-Archiv, the address Luisenstraße 36, and her reception hours, "Saturdays from 4 to 6:30 p.m. at home." In handwriting at the top she addresses Hempelmann: "My dear friends." She asks whether it still stands that the Hempelmanns will come to see her on Friday afternoon with their dear visitor, and so give her pleasure. The Friday appointment falls outside her usual Saturday reception and was evidently a personal invitation. The visit evidently also included guests whom she was looking forward to meeting. The letter of 30 June 1919 to Bernhard Hempelmann: The letter begins by thanking him for the visit on Friday. It "did her real good" and pulled her out of her "dreadful melancholy" for the hours they spent together. She then expresses concern about whether the guests got home without rain, and admits that this made her somewhat uneasy. She goes on to regret that she had not invited the family for the Saturday instead, since it is sometimes "quite entertaining" there. She illustrates this with examples. The last Saturday was especially well attended, being the last before the holidays, when many people go away. The Princess of Wied-Albania was very pleasant, as were those around her. Truly delightful, however, was the pianist Professor Scharwenka, who played Chopin and Liszt so divinely that everyone was deeply moved. Hempelmann's niece, the "charming young girl," would have enjoyed seeing the Archive in full social swing. In the last paragraph she turns to business. She urgently asks "today" for his half-yearly bill, intending to settle her debts and put her financial affairs in order this week. In closing she sends greetings to Hempelmann's wife and niece and thanks him for his care. The passage on money shows that Hempelmann regularly supplied or looked after her, and that the bill was settled twice a year. The letter of 31 July 1919 to Dr. Baumgarten: This letter is the most substantial in thought. It opens with thanks for two books by Pastor Stützer, which gave her great joy and real comfort. She confesses that she long resisted the gloom over the fate of the fatherland, but that all her firm resolutions to pull herself out of it no longer help. Strangely, what still helps her most is the memory of Paraguay, more precisely the many difficulties of emigration. The subject is topical for her because many splendid young men now have to emigrate, since prospects for the future have shrunk so greatly, especially among the educated classes. Because she is so often asked about Paraguay, she often has to cast her mind back to her time in South America. She read Pastor Stützer's life story with great interest. When she could no longer bear the newspaper reports, she set the paper aside and reached for the "red book," which always called up quite analogous experiences. The book brought her many an hour of forgetfulness of the present, and...

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Sammlung von Autographen von Elisabeth Förster-Nietzsche (1846-1935), der Schwester und alleinigen Nachlassverwalterin ihres Bruders Friedrich Nietzsche (1844-1900) aus den Jahren 1919 und 1926. Enthält Brief vo, 30. Juni 1919 an Bernhard Hempelmann (3 S.), Brief an Dr. Baumgarten (4 S.) vom vom 31. Juli 1919 je mit dem Zusatz "dictiert". - Briefkarte an Bernhard Hempelmann vom 25. Juni. Dankeskarte vom 10. Juli 1926 zum 80. Geburtstag von Elisabeth Förster Nietszche. - Je in den originalen Umschlägen "Nietzsche Archiv, Weimar".

Nietzscheana - Sammlung Dite

Philosophie und Soziologie – Die Karte vom 25. Juni (1919): Die Karte ist eine gedruckte Visitenkarte, auf der Elisabeth Förster-Nietzsche ihren Namen, das Nietzsche-Archiv, die Adresse Luisenstraße 36 und ihre Empfangszeit "Sonnabends von 4-6½ Uhr zu Hause" führt. Handschriftlich hat sie sich oben an Hempelmann gewandt: "Meine lieben Freunde". Sie fragt, ob es dabei bleibt, dass die Hempelmanns am Freitagnachmittag mit ihrem lieben Besuch zu ihr kommen und ihr damit eine Freude machen. Der Freitagstermin liegt außerhalb ihres üblichen Sonnabendsempfangs und war offenbar eine persönliche Einladung. Der Besuch brachte offenbar auch Gäste mit, auf die sie sich freut. - Der Brief vom 30. Juni 1919 an Bernhard Hempelmann: Der Brief beginnt mit dem Dank für den Besuch am Freitag. Er habe ihr "wirklich wohlgetan" und sie für die Stunden des Beisammenseins aus ihrer "schrecklichen Melancholie" gerissen. Anschließend zeigt sie sich besorgt, ob die Gäste ohne Regen nach Hause gekommen seien, und gesteht, dass sie sich deshalb etwas beunruhigt habe. Dann bedauert sie, die Familie nicht lieber zum Sonnabend gebeten zu haben, weil es dort manchmal "ganz amüsant" sei. Das schildert sie an Beispielen. Der letzte Sonnabend sei besonders zahlreich besucht gewesen, weil es der letzte vor den Ferien war, wenn viele verreisen. Die Fürstin Wied von Albanien sei sehr angenehm gewesen, ebenso ihre Umgebung. Wirklich entzückend sei aber der Pianist Professor Scharwenka gewesen, der Chopin und Liszt so himmlisch gespielt habe, dass alle tief bewegt waren. Der Nichte Hempelmanns, dem "reizenden jungen Mädchen", hätte es Vergnügen bereitet, das Archiv im vollen gesellschaftlichen Betrieb zu sehen. Im letzten Absatz wird sie geschäftlich. Sie bittet "heute dringend" um seine halbjährliche Rechnung, will ihre Schulden begleichen und in dieser Woche ihre Geldangelegenheiten ordnen. Zum Schluss grüßt sie Frau und Nichte Hempelmanns und dankt ihm für seine Fürsorge. Die Passage über Geld zeigt, dass Hempelmann sie regelmäßig belieferte oder versorgte und dass die Rechnung halbjährlich beglichen wurde. Der Brief vom 31. Juli 1919: an Dr. Baumgarten: Der Brief ist der gedanklich dichteste. Er beginnt mit dem Dank für zwei Bücher des Pastors Stützer, die ihr große Freude und wirklichen Trost gegeben hätten. Sie gesteht, dass sie sich gegen die Schwermut über das Schicksal des Vaterlandes lange gewehrt habe, doch alle festen Vorsätze, sich daraus zu reißen, hülfen jetzt nicht mehr. Seltsamerweise helfe ihr noch am besten die Erinnerung an Paraguay, genauer an die vielerlei Schwierigkeiten der Auswanderung. Das Thema ist für sie aktuell, weil jetzt viele prachtvolle junge Männer auswandern müssten, da sich besonders in den gebildeten Ständen alle Zukunftsmöglichkeiten so stark verringert hätten. Weil sie oft nach Paraguay gefragt werde, müsse sie sich häufig in ihre südamerikanische Zeit zurückversetzen. Mit großem Interesse habe sie den Lebensgang des Pastors Stützer gelesen. Wenn sie die Zeitungsnachrichten nicht mehr aushalten konnte, habe sie das Blatt beiseitegelegt und zum "roten Buch" gegriffen, wobei ihr immer ganz analoge Erfahrungen eingefallen seien. Das Buch habe ihr manche Stunde Vergessenheit der Gegenwart gebracht, und das bedeute Erholung. Dann wendet sie sich dem Persönlichen zu. Es freut sie, dass sie die Adressatin und die Hempelmanns noch empfangen konnte, als sie frischer war und mehr Kraft hatte, diese "gräßlichen Zeiten" zu überwinden. Jetzt sehe ihr alles täglich trüber aus, und sie merke, dass sie zu alt sei, um noch an eine bessere Zukunft Deutschlands zu glauben. Der Jugendmut sehe alles anders, und so wünsche sie dem reizenden jungen Mädchen von zwanzig Jahren den freudigen Zukunftsglauben, der selbst die Gegenwart erträglich mache. Am Ende dankt sie nochmals für die Büchersendung und lobt die ausgezeichneten Hempelmanns, die sie nach wie vor in freundschaftlichster Weise versorgten. Es tue ihr wohl, dass gute Freunde ihres Haushalts gedächten und zur rechten Zeit für ihn sorgten, was sie selbst nicht immer könne, weil sie mit wissenschaftlichen Arbeiten überhäuft sei und manches vergesse. Diese zarte Fürsorge in schwierigen Zeiten werde sie nie vergessen. - Förster-Nietzsche gründete das Nietzsche-Archiv 1894 in Naumburg, 1896 zog es nach Weimar um. Die Villa an der damaligen Luisenstraße, der heutigen Humboldtstraße 36, passt zur Adresse der Karte. Das Archiv hatte einen salonartigen Charakter, der zum Sonnabendsempfang in den Stücken passt. Die Stiftung Nietzsche-Archiv entstand 1908, Förster-Nietzsche blieb aber de facto die letzte Entscheidungsinstanz. Die Stücke zeigen ihre Rolle im Alltag: Sie hält Hof, pflegt Kontakte und regelt Finanzen. Das passt zu ihrer Stellung als Gastgeberin, von der Zeitgenossen berichteten. Dass sie klagt, mit "wissenschaftlichen Arbeiten überhäuft" zu sein, passt zu einer Phase, in der das Archiv unter ihrer Leitung weiter Editionen betrieb. Der Sommer 1919 liegt zwischen Kriegsende und der Weimarer Verfassung. Ihre Schwermut über "unser geliebtes Vaterland" spiegelt die Stimmung vieler Konservativer nach der Niederlage. Nach 1918 setzte eine neue Erfolgswelle des "Zarathustra" ein, die sie argwöhnisch beobachtete, weil sie nicht wollte, dass sich "die Falschen" auf Nietzsche berufen. 1919/20 schloss sie sich der Deutschnationalen Partei an, und Oswald Spengler kam in den Stiftungsvorstand. Im Brief vom 31. Juli finden sich keine politischen Aussagen, nur die allgemeine Klage über die Zeit. Der Paraguay-Bezug hat biografische Wurzeln. Sie wanderte 1886 mit ihrem Mann Bernhard Förster aus, zog 1888 in Nueva Germania ein und kehrte 1893 zurück. Dass sie 1919 oft nach Paraguay gefragt wurde und Auswanderungsliteratur las, passt zur Lage der Zeit, über die sie im Brief schreibt.

Philosophy and Sociology – A collection of autographs by Elisabeth Förster-Nietzsche (1846-1935), sister and sole executor of the literary estate of her brother Friedrich Nietzsche (1844-1900), dating from 1919 and 1926. It contains a letter of 30 June 1919 to Bernhard Hempelmann (3 pp.) and a letter of 31 July 1919 to Dr. Baumgarten (4 pp.), each marked "dictated" ("dictiert"). It also contains a note card to Bernhard Hempelmann dated 25 June, and a thank-you card dated 10 July 1926 for Elisabeth Förster-Nietzsche's 80th birthday. Each item is in its original "Nietzsche-Archiv, Weimar" envelope. The card of 25 June (1919): The card is a printed visiting card on which Elisabeth Förster-Nietzsche gives her name, the Nietzsche-Archiv, the address Luisenstraße 36, and her reception hours, "Saturdays from 4 to 6:30 p.m. at home." In handwriting at the top she addresses Hempelmann: "My dear friends." She asks whether it still stands that the Hempelmanns will come to see her on Friday afternoon with their dear visitor, and so give her pleasure. The Friday appointment falls outside her usual Saturday reception and was evidently a personal invitation. The visit evidently also included guests whom she was looking forward to meeting. The letter of 30 June 1919 to Bernhard Hempelmann: The letter begins by thanking him for the visit on Friday. It "did her real good" and pulled her out of her "dreadful melancholy" for the hours they spent together. She then expresses concern about whether the guests got home without rain, and admits that this made her somewhat uneasy. She goes on to regret that she had not invited the family for the Saturday instead, since it is sometimes "quite entertaining" there. She illustrates this with examples. The last Saturday was especially well attended, being the last before the holidays, when many people go away. The Princess of Wied-Albania was very pleasant, as were those around her. Truly delightful, however, was the pianist Professor Scharwenka, who played Chopin and Liszt so divinely that everyone was deeply moved. Hempelmann's niece, the "charming young girl," would have enjoyed seeing the Archive in full social swing. In the last paragraph she turns to business. She urgently asks "today" for his half-yearly bill, intending to settle her debts and put her financial affairs in order this week. In closing she sends greetings to Hempelmann's wife and niece and thanks him for his care. The passage on money shows that Hempelmann regularly supplied or looked after her, and that the bill was settled twice a year. The letter of 31 July 1919 to Dr. Baumgarten: This letter is the most substantial in thought. It opens with thanks for two books by Pastor Stützer, which gave her great joy and real comfort. She confesses that she long resisted the gloom over the fate of the fatherland, but that all her firm resolutions to pull herself out of it no longer help. Strangely, what still helps her most is the memory of Paraguay, more precisely the many difficulties of emigration. The subject is topical for her because many splendid young men now have to emigrate, since prospects for the future have shrunk so greatly, especially among the educated classes. Because she is so often asked about Paraguay, she often has to cast her mind back to her time in South America. She read Pastor Stützer's life story with great interest. When she could no longer bear the newspaper reports, she set the paper aside and reached for the "red book," which always called up quite analogous experiences. The book brought her many an hour of forgetfulness of the present, and...

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